Dabei wurde die Integration von Drohnen in Bergrettungseinsätze in komplexem Gelände untersucht. Zu den Hauptakteuren des Projekts zählt das Südtiroler Technologieunternehmen FlyingBasket.<BR /><BR /> Bei den Feldversuchen wurden traditionelle Evakuierungsmethoden am Boden mit Einsätzen verglichen, die durch Schwerlastdrohnen unterstützt wurden. Die Ergebnisse zeigen eine klare Verbesserung: Die Evakuierungszeit kann auf bis zu ein Drittel verkürzt werden, während der Lufttransport per Drohne die Belastung für die Patienten in Bezug auf Stöße und Vibrationen auf bis zu ein Zehntel senkt – im Vergleich zum Transport auf dem Landweg.<BR /><BR /> Im Rahmen der gemeinsam mit Forschern und Experten für Bergrettungsmedizin von Eurac Research durchgeführten Aktivitäten wurde zudem ein innovatives Verfahren entwickelt. Dieses ermöglicht das sichere Verladen eines Patienten, während die Drohne in der Schwebe bleibt. Dadurch wird die Effizienz weiter verbessert.<BR /><BR /> „Drohnen sind nicht mehr nur Hilfsmittel, sondern können zu einem aktiven Bestandteil von Rettungseinsätzen werden“, sagt Moritz Moroder, CEO und Mitbegründer von FlyingBasket. „Unsere Technologie ermöglicht es, schneller einzugreifen, die Risiken für die Rettungskräfte zu verringern und die Transportbedingungen für die Patienten zu verbessern.“ Es ist eine konkrete Veränderung in der Art und Weise, wie Notfälle in den Bergen bewältigt werden. <BR /><BR />„Wenn wir diese Technologie künftig einsetzen, können wir die Bergrettung deutlich sicherer machen und ihre Abhängigkeit etwa von Hubschraubern verringern“, sagt Dr. Michiel van Veelen, Arzt und Forscher am Institut für Alpine Notfallmedizin der Eurac.<BR /><BR />Obwohl der rechtliche Rahmen für den Personentransport noch in Entwicklung ist, können Lastendrohnen bereits heute Rettungseinsätze unterstützen, indem sie den schnellen Transport wichtiger Ausrüstung ermöglichen und Einsatzteams in abgelegenen Gebieten unterstützen.