Pflege gibt Sinn und hat Zukunft, auch die Künstliche Intelligenz kann sie nicht ersetzen. Warum also nicht den Pflegeberuf ergreifen? Das wurden Jugendliche in Mals gefragt.<BR /><BR />Wie können junge, aber auch durchaus ältere Menschen davon überzeugt werden, den Beruf einer Pflegekraft zu ergreifen? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeheime Laas und Schluderns haben sich diesbezüglich ihre Gedanken gemacht – das Ganze fand im Rahmen des Projektes „Licht in mein Dunkel – Teamarbeit im Pflegeberuf“ statt.<BR /><BR />Um das Ergebnis zu präsentieren, wurde die Aula Magna des Oberschulzentrums ausgewählt, dazu waren auch Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (SOGYM) eingeladen worden. Es fanden sich aber auch Vertreter von anderen Organisationen ein, z. B. vom Pflegeheim Mals.<BR /><BR />Wie Direktorin Sibille Tschenett erklärte, habe es sich um ein betriebsinternes Projekt gehandelt, welches den Mitarbeiterinnen der Altenheime von Laas und Schluderns Raum und Zeit gegeben habe, um das „eigene Wohlbefinden sowohl persönlich als auch im Betrieb zu reflektieren, zu bewahren und weiterzugeben“. Von November 2023 bis Mai 2024 seien in insgesamt 8 Arbeitstagungen verschiedene Inhalte und Themenbereiche bearbeitet worden: Selbstverantwortung, Umgang mit Stress, Teambildung, Kommunikation oder Konfliktfähigkeit gehörten dazu. <BR /><BR />Das Ergebnis wollte man den Schülerinnen und Schülern der Oberschule zeigen – und es konnte sich sehen lassen. Anhand von Aufführungen, Tanz- und Rap-Einlagen wurden Szenen des Alltags nachgespielt. Der oft entstehende Frust wurde thematisiert, auch der Stress, der mit der Pflege von alten und kranken Menschen einhergehen kann. Auch die Bedeutung von offener Kommunikation war Thema, denn so könnten Probleme oft vermieden werden. <BR /><BR />Aber natürlich kamen auch die vielen schönen Seiten der Pflege zur Sprache. Die Arbeit gebe viel Sinn, man erhalte sehr viel Dankbarkeit zurück. Zudem sei der Job zukunftssicher, Künstliche Intelligenz werde ihn wohl kaum ersetzen können. <BR /><BR />Oberschuldirektor Werner Oberthaler zeigte sich überwältigt. Die Form der Darstellung und die Inhalte seien sehr gut gewählt worden, man habe als Zuschauer gute Einblicke in den Pflegealltag gehabt. Direktorin Tschenett dankte allen Beteiligten, darunter Herta Höchenberger. Sie lud zudem alle Jugendlichen dazu ein, sich bei einem Praktikum in einem Pflegeheim ein näheres Bild des Berufes zu machen.