<MasterPlusTeaser>Erst am Freitag </MasterPlusTeaser>fand in einem privaten Innenhof einer WOBI-Wohnung in der Bozner Cagliaristraße ein Dreh für ein Trap-Musik-Video statt. Trap-Musik ist ein Subgenre des Hip-Hop, dessen Songtexte meist vom Leben auf der Straße, Drogenhandel, Gewalt, Macht, Geld, und Status handeln.<BR /><BR /> Mehrere Anrainer-Familien haben sich nach dem jüngsten Videodreh zu Wort gemeldet. „Diese Jugendlichen stellen das Viertel als Ghetto dar – was nicht der Wahrheit entspricht“, erklärt eine Bewohnerin der betroffenen Wohnanlage gegenüber der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“.<h3> Mit „Stöcken, Schwertern und Sturmmasken“</h3> Die Jugendlichen selbst kämen laut den Anrainern der WOBI-Wohnung „aus anderen Höfen“ und nutzten die Flächen für Dreharbeiten – mit „Hunden, Stöcken, Schwertern und Sturmmasken.“ Auch Rauchgas komme zum Einsatz. Besonders beliebt als Kulissen für Trap-Musik-Videos seien vor allem WOBI-Wohnungen in der Cagliari-, Genua- und Palermo-Straße sowie in der Europaallee.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1263543_image" /></div> <h3> „Solche Bilder machen Angst“</h3>Besorgt zeigen sich vor allem Mütter kleinerer Kinder. „Die Kinder haben diese Videos gesehen, manche folgen den Urhebern in den sozialen Netzwerken“, erklärt eine Anrainerin.<BR /><BR />Auch ältere Menschen hätten sich aufgrund der Musikvideo-Drehs verunsichert gezeigt. „Eine ältere Frau hat eine Gruppe von ,Trappern' mit Rauchbomben vom Fenster aus gesehen und sich sehr aufgeregt“, berichtet eine Bewohnerin. „Solche Bilder machen Angst.“<h3> „Viertel besteht aus Familien, die hier leben und arbeiten – nicht aus Gewalt und Kriminalität“</h3>Gegenüber Hausbewohnern der WOBI-Wohnanlage in der Cagliaristraße erklärten die Jugendlichen am Freitag, für die Nutzung der Flächen eine Genehmigung erhalten zu haben. „Ich werde beim Institut für den sozialen Wohnbau nachfragen, ob das tatsächlich so ist“, sagt eine Anrainerin gegenüber der Tageszeitung. <BR /><BR />Selbst mit Genehmigung bleibe das Problem allerdings nach wie vor bestehen: „Es ist falsch, ein solches Bild unseres Wohnviertels zu vermitteln.“<BR /><BR />„Wenn diese Jugendlichen Talent und Leidenschaft für Musik haben, ist das grundsätzlich zu begrüßen“, heißt es weiter vonseiten der Anrainer. Mit der Veröffentlichung solcher Musikvideos gehe jedoch auch Verantwortung einher: „Dieses Viertel besteht aus Familien, die hier leben und arbeiten – nicht aus Gewalt und Kriminalität.“