Mittwoch, 15. April 2020

Mit Soforthilfe und Sondermietbeitrag gegen finanzielle Nöte

Mit der „Soforthilfe Covid-19“ und den Sonderbeiträgen für Miete und Wohnungsnebenkosten sollen Familien und Bürger, die durch die Coronakrise in finanzielle Engpässe geraten sind, unbürokratisch und schnell unterstützt werden.

Familien und Bürger, die durch die Coronakrise in finanzielle Engpässe gekommen sind, können ab 24. April auf einfachem Weg um finanzielle Unterstützung ansuchen.
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Familien und Bürger, die durch die Coronakrise in finanzielle Engpässe gekommen sind, können ab 24. April auf einfachem Weg um finanzielle Unterstützung ansuchen. - Foto: © pixabay
„Wir wollen mit dieser Landesleistung jene Menschen unterstützen, die trotz finanzieller Einbußen von anderen, staatlichen Leistungen nicht berücksichtigt werden“, betont Soziallandesrätin Waltraud Deeg.

Am Mittwoch hat die Landesregierung darum grünes Licht für die Einführung zweier vereinfachter Maßnahmen gegeben, nämlich der „Soforthilfe-Covid 19“ und dem „Sondermietbeitrag/Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten-Covid 19“.

Zunächst gelten diese Sonderleistungen für 3 Monate, die dafür kalkulierten Geldmittel liegen bei 7,5 Millionen Euro. „Es geht uns darum, den Menschen in unserem Land einfach und unbürokratisch zu helfen“, sagt die Landesrätin.

Soforthilfe und Sondermietbeiträge: Ab nächster Woche ansuchen


Bei der Soforthilfe handelt es sich um einen Beitrag von maximal 800 Euro pro Familie, der für 3 Monate ausbezahlt wird. Anspruchsberechtigt sind jene Bürger, die aufgrund des Notstandes ihre Arbeit verloren haben, ihre Arbeit niederlegen mussten oder die Arbeitstätigkeit nicht aufnehmen konnten und keine weitere Unterstützungsleistung für den Einkommensausfall erhalten. Das Gesuch um die Leistung kann voraussichtlich ab 24. April gestellt werden. Dafür muss ein Formular ausgefüllt werden und dann per E-Mail an den zuständigen Sozialsprengel übermittelt werden. Für diese Sondermaßname ist es nicht notwendig die Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) vorzuweisen, es genügt die Eigenerklärung im Gesuchsformular.

Der Sondermietbeitrag hingegen unterstützt – ebenfalls für 3 Monate – Familien und Bürger, die als Mieter eine Wohnung bewohnen und nun ebenfalls aufgrund des Notstandes in finanzielle Engpässe gekommen sind. Auch hier kann man ab dem 24. April über ein Formular beim zuständigen Sozialsprengel ansuchen. Die Beträge reichen dabei von 420 bis 555 Euro Mietbeitrag, die Höhe des Beitrags hängt von der Wohnortgemeinde und der Anzahl der Familienmitglieder ab. Dasselbe gilt für die Leistung der Wohnungsnebenkosten (Beitrag von 100 bis 140 Euro), die beantragt werden können, wenn man eine Wohnung im Eigentumsrecht, im Fruchtgenuss oder mit Wohnungsrecht bewohnt. Auch bei diesen beiden Beiträgen ersetzt eine Eigenerklärung die ansonsten nötige EEVE.


lpa