100 Quadratmeter Wohnfläche um 350.000 Euro waren vor einem Jahr eine Chance. Inzwischen haben sie 25 Gemeinden ergriffen und arbeiten an Projekten zum Wohnen mit Preisbindung. Diese fußen auf einer Vereinbarung zwischen Gemeinden und (privaten) Bauherren. Die Gemeinde verzichtet auf den urbanistischen Mehrwert, der ihr aufgrund der Umwidmung der Flächen in Baugrund zusteht. Die Bauträger verpflichten sich, den Planungsmehrwert vom Kaufpreis abzuziehen. <BR /><BR />Zusammen mit einer kostengünstigeren Bauweise mit Etagenwohnungen führt das zu einer Verbilligung des Kaufpreises. „Inzwischen hat sich gezeigt, dass wir im urbanen Bereich auf 3.900 Euro, im ländlichen Bereich auf 3.500 Euro pro Quadratmeter hinkommen“, sagt Brunner.<h3> Eine Lücke im System</h3> In ihrem Gutachten zur Übernahme des staatlichen „Salva Casa“-Dekrets durch die Landesregierung weisen die Bürgermeister jetzt aber auf eine Lücke im System hin. Alle Wohnungen mit Preisdeckel sind zwar zu konventionieren, d.h. für Ansässige zu reservieren. Ein Drittel davon kann aber an Personen verkauft werden, die bereits eine Wohnung haben. „Es ist nicht einzusehen, dass Steuergelder verwendet werden, um Leuten billig zur Zweitwohnung zu verhelfen“, so Präsident Oberstaller. Wer in der Nähe seines Arbeitsplatzes (laut Landesgesetz sind das 40 Kilometer) eine angemessene Wohnung hat, soll vom Wohnen mit Preisbindung ausgeschlossen werden.<BR /><BR />„Die Forderung macht Sinn. Wir wollen, dass die Leute in erster Linie eine Erstwohnung bekommen“, sagt Landesrat Peter Brunner. Kommende Woche könnte sein Gesetzesentwurf in die Landesregierung kommen. Im Juni soll er vom Landtag behandelt werden.