Es ist ein Problem, das derzeit branchenübergreifend auftritt: In Südtirol fehlt es an Arbeitskräften. „Wir haben es mit einem Fachkräftemangel zu tun, aber ganz generell handelt es sich um einen Mitarbeitermangel“, bringt es Alois Kronbichler, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Kohl & Partner Südtirol im Gespräch mit STOL auf den Punkt. <BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="214787" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR />Der Berater, der auf Tourismus und Freizeitwirtschaft spezialisiert ist, weiß: „Die Unternehmen machen sich Sorgen und denken auch über neue Konzepte nach, die weniger mitarbeiterintensiv sind. Im Tourismus wechseln etwa einige von Halbpension auf Zimmer mit Frühstück. Es gilt jedoch auch andere Ideen und Wege zu finden.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-56229801_quote" /><BR /><BR />Dabei könne man als Unternehmen einiges tun. „Die Mitarbeiterkrise ist sicherlich auch eine Unternehmerkrise“, sagt Kronbichler. Es gelte für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben. „Die Betriebe tun schon jetzt einiges. Aber es muss allen klar werden: Die Mitarbeiterführung ist so wichtig wie nie. Themen wie Unterbringung, Mitarbeiteressen, Meetings und vieles mehr sind heute relevanter als je zuvor“, erklärt er. <BR /><BR />„Man müsse sich fragen: Ob man den Anforderungen im Bereich Mitarbeiter gerecht wird. Die Mitarbeiter sind das wertvollste Gut eines Unternehmens. Das heißt aber natürlich nicht, dass man gar nichts mehr fordern darf oder überhaupt nichts mehr sagt, aus Angst den Mitarbeiter zu verlieren. Mitarbeiter brauchen klare Anweisungen, aber auch klare Grenzen“, so der Berater. <BR /><BR /><b>Woher kommt der Mitarbeitermangel?</b><BR /><BR />Aber woher kommt dieser Mitarbeitermangel? Einerseits sei der demografische Wandel dafür verantwortlich. „Der Hauptgrund ist aber meiner Ansicht nach, dass sich die Unternehmen in Südtirol – in allen Branchen – sehr positiv entwickelt haben, den Servicegrad erhöht und die Qualität gesteigert haben; das zusammen braucht mehr Mitarbeiter – Mitarbeiter, die wir in Südtirol nicht haben. Im Tourismus sieht man das beispielsweise an der Zunahme der höher kategorisierten Betriebe“, betont Kronbichler.<BR /><BR />Dies belegen auch die Zahlen. „Laut Landesstatistikinstitut waren im heurigen Sommer mehr Mitarbeiter als je zuvor im Tourismus beschäftigt, aber aufgrund des höheren Bedarfs sind das immer noch zu wenige. Zudem gibt es vermehrt andere Arbeitsverhältnisse als früher, mehr Personen arbeiten in Teilzeit bzw. nicht mehr 6 Tage die Woche“, so der Unternehmensberater. <BR />