Von den über 66.000 angeschriebenen Personen sind bisher fast 30.000 dieser Einladung gefolgt. Sie haben sich das kostenlose „Vorsorgeset" in der Apotheke geholt und die Probe anschließend in einer der über die ganze Provinz verteilten „Annahmestellen" abgegeben. Bei 6,3 Prozent der Untersuchten brachte der Test ein positives Ergebnis.„In Südtirol werden jährlich 320 neue Fälle an Dickdarmkrebs diagnostiziert. Umgelegt auf die Anzahl der Bevölkerung bedeutet das statistisch, dass pro 100.000 Männern 71 und von 100.000 Frauen 58,5 an Dickdarmkrebs erkranken“, so der Sanitätsbetrieb.Dickdarmkrebs ist Südtirol mittlerweile die am häufigsten auftretende Tumorart und eine der häufigste Todesursache bei Menschen über 55 Jahren.Bei den 29.167 Untersuchungen, die 2013 in den Laboren der Südtiroler Krankenhäuser durchgeführt wurden, waren 1.838 positiv.Es wurde also verstecktes Blut im Stuhl gefunden. 97 Prozent der Patienten mit positivem Ergebnis entschlossen sich anschließend, eine Darmspiegelung durchzuführen. In 145 Fällen konnte ein Tumor im Anfangsstadium entdeckt werden."Wenn man zu diesen Fällen auch noch jene 441 von fortgeschrittenen Adenomen dazugerechnet, kann davon ausgegangen werden, dass mit Hilfe des Screeningverfahrens rund 600 Patienten vor möglichen fortgeschrittenen tumoralen Erkrankungen gerettet wurden", so der Sanitätsbetrieb.Adenome seien relativ häufig und könnten die Vorstufe eines malignen Tumors darstellen. Um diese Entwicklung auszuschließen, werden Adenome vorbeugend entfernt._______________________________________________Anm.: In einer früheren Version hieß es, alle hätten Südtiroler hätten die Einladung bereits erhalten. Der Sanitätsbetrieb präzisierte nun, dass man nach einem Jahr Bilanz ziehen wolle und dass die Einladungen noch bis Ende 2014 laufend verschickt werden.