Montag, 16. Januar 2017

Mittelmeer: 1500 Flüchtlinge gerettet - Mehr als 100 Tote befürchtet

Auf hoher See vor der libyschen Küste sind nach Angaben der Vereinten Nationen innerhalb von drei Tagen mehr als 100 Flüchtlinge und andere Migranten ums Leben gekommen. Rund 1500 Menschen seien gerettet worden. Die Überlebenden seien am Samstag und Sonntag auf die italienische Insel Lampedusa und nach Messina auf Sizilien gebracht worden, hat das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Sonntagabend in Rom mitgeteilt.

Rund 1500 Menschen sind gerettet worden.
Rund 1500 Menschen sind gerettet worden. - Foto: © LaPresse

Am Samstag war ein Boot mit etwa 110 Personen an Bord in Seenot geraten. Das UNHCR bestätigte Berichte vom Wochenende, denen zufolge lediglich vier Überlebende gerettet worden seien. Acht Leichen wurden geborgen, bei dem Schiffbruch dürften aber mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sein. Fünf weitere Menschen starben auf anderen Booten, drei davon an Unterkühlung. Der UNHCR-Direktor für Europa, Vincent Cochetel, sprach von einem „tragischen Beginn von 2017 im Mittelmeer“.

dpa

stol