<Vorspann></Vorspann>Eine Studie zur Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche unter 18 Jahren – insbesondere vor und nach der Covid-19-Pandemie – habe vielfältige Risiken aufgezeigt: Depressionen, Essstörungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Haltungsschäden, Cybermobbing, psychische Probleme, Schlafstörungen, Suchtverhalten, Angstzustände, Sexualstörungen, Verhaltensstörungen, verzerrte Körperwahrnehmung, verminderte körperliche Bewegung und Online-Grooming. <h3> „Einen offenen und konstruktiven Dialog führen“</h3>Zu den wichtigsten Gesundheitsproblemen gehören solche, die mit der Verzerrung des eigenen Körperbildes zusammenhängen. Einerseits werde in den sozialen Medien massiv für „Junkfood“ geworben, was mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit verknüpft ist, andererseits würden pro-anorektische Botschaften verbreitet. <BR /><BR /> Hinzu komme die Verfügbarkeit von Online-Tools und Filtern, die es ermöglichen, Fotos zu verändern und unnatürliche und unerreichbare Schönheitsideale zu verbreiten. „Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir darüber einen offenen und konstruktiven Dialog führen.<h3> #SaferInternetMonth</h3> Medienkompetenz wird nämlich von allen gefordert: Erwachsene – und insbesondere die Eltern – sollten sich mit den von den Jugendlichen verwendeten digitalen Formaten und Inhalten vertraut machen, um Warnhinweise zu erkennen und den mitunter dramatischen Folgen vorzubeugen“, betont Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller. <BR /><BR />Das Forum Prävention hat heuer die Aktion #SaferInternetMonth gestartet. Noch bis zum 1. März werden auf den Social-Media-Kanälen des Forums einmal wöchentlich Inhalte geteilt, die Nutzer unterstützen sollen, verschiedene Themenbereiche, mit denen sie im Netz konfrontiert werden, besser zu verstehen und bei Problemsituationen angemessen darauf zu reagieren. <h3> Auswirkungen von Cybermobbing</h3>„Vor allem ist es wichtig, Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte für die Themen zu befähigen, da gerade diese die Kinder und Jugendlichen in ihrer Vorbildfunktion auf viele Stolpersteine im Netz aufmerksam machen können“, sagt Sozialpädagoge und Mitarbeiter Manuel Oberkalmsteiner. <BR /><BR />Der Safer Internet Day soll auch zum Nachdenken über die Auswirkungen von Cybermobbing anregen, erklärt Roland Turk, Präsident des Landesbeirats für das Kommunikationswesen. „Zu den Aufgaben des Ausschusses gehört, die Verbreitung von Hassreden (Hatespeech) in den digitalen Medien zu überwachen. <BR /><BR />Jeder, der glaubt, Opfer dieser üblen Praktiken in einem Onlineforum zu sein, kann dies dem Beirat melden. Dieser wird sich dann gegebenenfalls mit dem Medium in Verbindung setzen. In schwerwiegenden Fällen können Onlinemedien, die diese Angriffe geduldet haben, die Beiträge des Landes entzogen werden“, sagt Turk. Auch sollte jeder, der sich als Opfer von Mobbing, Gewalt oder Missbrauch im Internet sieht, ein solches Verhalten umgehend bei einer Polizeidienststelle melden.