Die Eltern haben Rechtsanwalt Nicola Nettis eingeschaltet. Sie hatten gehofft, dass die Rückkehr in die Klasse für ihre Tochter unter besseren Bedingungen erfolgen würde. Doch: Das Mädchen soll bei einer Lernübung in die gleiche Gruppe wie eine der Angreiferinnen eingeteilt worden sein. Das Mobbing ging offenbar weiter.<BR /><BR />„Das kleine Mädchen wurde bereits im vergangenen Schuljahr von einigen ihrer Mitschüler bedrängt – mit Witzen, Hänseleien“, so Anwalt Nettis. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres hatten die Eltern auf eine Besserung der Lage gehofft. Doch stattdessen eskalierte die Situation.<BR /><BR />Am 7. November – so berichtete zuerst die Tageszeitung „Alto Adige“ – soll die Kleine von den 3 gleichaltrigen Mädchen mit Tritten und Schlägen attackiert worden sein. Eine Lehrerin habe eingegriffen, die Eltern wurden benachrichtigt. <h3> Gesichts- und Kopfverletzungen, Schürfwunden am Hals und Prellungen an den Knien</h3>„Nach einer ersten Untersuchung durch den Hausarzt wurde das Mädchen in die Notaufnahme gebracht, wo Gesichts- und Kopfverletzungen, Schürfwunden am Hals und Prellungen an den Knien diagnostiziert wurden“, erläutert der Anwalt. Nach medizinischer Behandlung sei die 8-Jährige mit einer Prognose von 20 Tagen entlassen worden.<BR /><BR /> Eine Meldung an die Staatsanwaltschaft folgte. Die Eltern setzten sich mit der Schulleitung und den Lehrern in Verbindung. „In der Phase gab es einen engen Kontakt zwischen Schule und Familie“, bestätigt der Anwalt. <BR /><BR />Die Kleine kehrte in ihre Klasse zurück – doch das Mobbing ging offenbar weiter, zumindest von einer der 3 Mitschülerinnen. „Bei einer Gruppenarbeit waren die beiden nämlich derselben Arbeitsgruppe zugeteilt“, kritisiert der Anwalt. „Weinend kam die Kleine nach Hause.“ Hier gelte es einzugreifen. Es müsse alles dafür getan werden, um dem Kind das Lernen so unbeschwert wie möglich zu machen.<h3> „Wir warten weitere Schritte der Schule ab“</h3>Nun warte die Familie weitere Schritte der Schule ab. „Wir werden dann reagieren“, so Nettis. Ein Klassenwechsel komme jedenfalls nicht infrage, denn: „Was für eine Botschaft wäre so etwas für ein Opfer?“ Vor solchen Problemen davonzulaufen könne keine Lösung sein. Vielmehr solle die Schule dafür sorgen, dass ein sicherer und unterstützender Raum für alle Kinder geschaffen werde. „Das Kind will zur Schule gehen“, betont Anwalt Nettis.<BR /><BR />Die Eltern haben für ihre Tochter auch psychologische Hilfe gesucht und hofften nun auf rasches und entschiedenes Handeln der Verantwortlichen.