Montag, 25. Januar 2021

Moderna-Impfstoff schützt wohl auch gegen Virus-Varianten

Der US-Biotechkonzern Moderna geht davon aus, dass sein Covid-19-Impfstoff auch gegen die ansteckendere britische und südafrikanische Variante des Coronavirus schützt.

Der US-Pharmakonzern Moderna zeigt sich  optimistisch.
Der US-Pharmakonzern Moderna zeigt sich optimistisch. - Foto: © APA (AFP) / JOEL SAGET
Das Vakzin erzeuge virusneutralisierende Antikörper auch gegen die beiden neuen Varianten, teilte Moderna am Montag mit. Zwar sei bei der südafrikanischen Variante eine Reduzierung neutralisierender Titer festgestellt worden.

Ihr Niveau liege aber immer noch deutlich über der Schwelle, die als schützend angesehen werde. Es sei daher zu erwarten, dass der Impfstoff nach der Verabreichung von 2 Dosen gegen die bisher nachgewiesenen Varianten wirke.

Gleichwohl wolle Moderna sicherheitshalber ein klinisches Programm starten, um die Immunität gegen neu auftretende Varianten zu stärken, hieß es. So soll vor allem speziell gegen die südafrikanische Variante ein verstärkter Impfstoff entwickelt werden.

Der US-Pharmakonzern Merck & Co ist unterdessen bei der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs gescheitert. Das Unternehmen wird sein Entwicklungsprogramm mit 2 Impfstoffkandidaten nach eigenen Angaben vom Montag beenden.

In frühen klinischen Studien der Phase-1 hätten die beiden Vakzine eine unzureichende Immunreaktion erzeugt. Diese sei niedriger als die bei ehemaligen Covid-19-Patienten und auch schwächer als die Ergebnisse anderer Covid-19-Impfstoffe in klinischen Studien.

Weltweit befinden sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit 64 Impfstoffprojekte in der klinischen Entwicklung, davon 16 in der entscheidenden dritten Phase. Während Firmen wie die Partner Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca schon Zulassungen erhielten, mussten andere auch schon Rückschläge verkraften. So muss der französische Pharmakonzern Sanofi wegen unbefriedigender erster Studienergebnisse eine weitere Studie starten, weshalb es bis zu einer möglichen Zulassung des Vakzins deutlich länger dauern wird als gedacht.

apa

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