Dienstag, 12. Januar 2021

Moderna-Impfstoff: Erste Ladung hat Brenner passiert

In der EU werden am heutigen Dienstag die ersten Impfdosen des US-Pharmakonzerns Moderna ausgeliefert. In der Nacht passierte ein Lastwagen mit der ersten Ladung für Italien den Brenner auf seinem Weg nach Rom.

In der Nacht auf Dienstag passierte die erste Ladung an Moderna-Impfdosen den Brenner.
In der Nacht auf Dienstag passierte die erste Ladung an Moderna-Impfdosen den Brenner. - Foto: © ANSA
Kurz nach 2 Uhr morgens erreichte der Lastwagen aus Belgien den Brenner, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Dort wurde der Lkw von den Carabinieri von Leifers in Empfang genommen, die das Fahrzeug auf seiner Weiterreise nach Rom begleiten.

Das Kontingent mit 47.000 Impfdosen soll dort dem Obersten Gesundheitsinstitut ISS geliefert werden.

Von hier aus sollen die Ampullen auf einige Regionen verteilt werden. Das ISS will bei der Verteilung jene Regionen bevorzugen, in denen bisher die höchste Zahl an Impfungen durchgeführt wurde.

Die Regierung Conte will in den kommenden Tagen mit einer zweiten Phase der Impfkampagne starten. Neben dem Gesundheitspersonal, den Mitarbeitern und Patienten von Seniorenheimen will man auch mit der Impfung von Senioren im Alter von über 80 Jahren beginnen.

In einer dritten Phase sollen Lehrer geimpft werden.

Moderna: Gleich wirksam, weniger kompliziert

Der Moderna-Impfstoff gilt als ebenso wirksam, aber etwas unkomplizierter in der Verwendung als das Mittel von BioNTech/Pfizer.

Er muss anders als das Mittel von BioNTech/Pfizer nicht bei minus 70 Grad gekühlt werden. Wie das Mittel von BioNTech/Pfizer ist aber auch das von Moderna ein sogenannter mRNA-Impfstoff.

Enthalten sind genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

apa

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