Mittwoch, 17. Februar 2021

Mölten: Einheimischer stirbt bei Arbeitsunfall

Zu einem tödlichen Arbeitsunfall ist es am Mittwoch in einem Waldstück in St. Georgen bei Verschneid (Gemeinde Mölten) gekommen. Dabei verlor der 42-jährige Peter Schötzer sein Leben.

Für den Arbeiter kam jede Hilfe zu spät.
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Für den Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. - Foto: © FFW Mölten
Das tragische Unglück ereignete sich am Mittwochvormittag gegen 11 Uhr.

Der Holzarbeiter aus Verschneid war ersten Informationen zufolge gerade dabei, Baumstämme aus einem tiefer gelegenen, unwegsamen Gelände mit der Seilwinde zu seinem Traktor hinauf zu ziehen. Dabei kam es aus vorerst ungeklärter Ursache zum folgenschweren Unfall: Der Traktor setzte sich in Bewegung, überschlug sich und fiel auf den alleine arbeitenden Mann.

Als Anrainer das Umstürzen des Traktors im Wald hörten, verständigten sie die Rettungskräfte. Für den 42-Jährigen kam aber jede Hilfe zu spät. Er war von seinem Fahrzeug erdrückt worden und starb noch an der Unfallstelle.

Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber Pelikan 1, die Freiwilligen Feuerwehren von Mölten, Terlan und Verschneid, die Bergrettung und die Notfallseelsorge. Die Carabinieri haben die Erhebungen zum Unfall aufgenommen.

Große Trauer

Die Trauer in Mölten und darüber hinaus ist groß. Der Verunglückte arbeitete in der Zimmerei Schötzer und galt als erfahrener Holzarbeiter.

Peter Schötzer war in Mölten sehr beliebt und in seiner Freizeit ein begeisterter Reiter. Er war beim Verschneider Ritt und beim Oswald-von-Wolkenstein-Ritt mit Feuereifer dabei. 2006 zählte er zur Siegermannschaft und holte sich mit seinen Verschneider Mannschaftskollegen Paul Schwabl, Robert Plattner und Alois Schwabl bei der 24. Auflage des Oswald-von-Wolkenstein-Ritts die Siegerstandarte.

Dabei wurde erwähnt, dass die Feuerwehr Verschneid dank ihres traditionellen Ritts dazu beigetragen und den Grundstein gelegt hat, dass sich die Reitermannschaft Verschneid gebildet hat. Schötzer war ein großer Unterstützer des Verschneider Ritts. Zuletzt wohnte er in Eppan.

stol/d

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