Laut den Ermittlern soll er seine Flucht bis ins Detail geplant haben. Noch unklar ist, ob er sich falsche Dokumente beschafft hat. <BR /><BR />Bozzoli war mit seiner Frau Antonella und dem gemeinsamen 9-jährigen Sohn nach Frankreich und Spanien gefahren. Laut der Frau handelte es sich um einen Urlaub. Danach trennten sich die Wege der Familienmitglieder. Antonella und der Sohn kehrten nach Brescia zurück. Bozzoli ist dagegen weiterhin auf der Flucht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er in ein Schiff nach Marokko gestiegen sei, nachdem er seinen SUV des Typs Maserati Levante losgeworden war, mit dem er Italien verlassen hatte. <BR /><BR />In Spanien wurde sein Fahrzeug nur ein einziges Mal von Videokameras aufgenommen, allerdings zu einem Zeitpunkt, als Bozzoli noch mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn zusammen war, die am Freitag mit dem Zug aus Frankreich nach Brescia zurückgekehrt waren.<BR /><BR />Auf der Flucht aus Italien ließ Giacomo sein Handy zu Hause. Es wurde von den Carabinieri in einer Schublade seiner Villa in Soiano del Garda (Provinz Brescia) gefunden. Die Ermittler vermuten, dass Bozzoli ein anderes Telefon besitzt. Der wohlhabende Unternehmer soll auch Konten in Steueroasen besitzen. Dies begünstige seine Flucht, hieß es.<BR /><BR />Bozzoli wurde verurteilt, weil er am 8. Oktober 2015 in Marcheno (Provinz Brescia) seinen Onkel Mario in den Hochofen der Familien-Stahlgießerei geworfen hatte.