Für sie ist nun Michael Tschöll als Nächstgewählter der SVP-Liste nachgerückt.<BR /><BR /><b>Sie sind nicht mehr Mitglied des Gemeinderats von Pfitsch. Warum?<BR /></b>Monika Reinthaler: Nach den Spannungen bei der Bildung von Bezirksrat und -ausschuss habe ich das Vertrauen in die Politik und jegliche Motivation verloren. Ich habe mich gefragt: Wem tue ich da etwas Gutes, wenn ich im Gemeinderat bleibe? Niemandem, und mir selbst am wenigsten. Ich habe resigniert. Da ist es besser, wenn ich im Gemeinderat für jemanden Platz mache, der mehr Lust und Motivation hat als ich. Ich hoffe, meine Wähler verstehen das.<BR /><BR /><b>Ihre mögliche Bestätigung als Bezirkspräsidentin ist parteipolitischen Überlegungen und wohl auch dem Nachwirken früherer Konflikte zum Opfer gefallen. Wie sehr hat Sie das gekränkt?</b><BR />Reinthaler: Anstatt gemeinsam stark aufzutreten, dividiert man sich im Wipptal immer mehr auseinander. Das ist für mich unverständlich. Mit der politischen Situation im Bezirk und vor allem mit der Gangart der SVP-Bezirksleitung kann ich mich nicht identifizieren. Vor allem möchte ich so etwas auch nicht nach außen mittragen. Ich will mir selbst treu bleiben. <BR /><BR /><b>Haben Sie schon länger über einen Rücktritt nachgedacht oder ist die Entscheidung spontan gefallen?</b><BR />Reinthaler: Es war eine Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe. Immerhin habe ich einen Wählerauftrag erhalten, und ich hatte auch die Erwartung an mich selbst, diesen zu erfüllen. Andererseits habe ich schon vor Monaten jegliche Motivation verloren. Ich habe aber bewusst noch einige Zeit mit dem Rücktritt gewartet, denn es hätte ja sein können, dass nur eine Gekränktheit meinerseits dahintersteckt. Dem war aber nicht so, und ich bin nicht der Mensch, der ein Mandat einfach absitzt.<BR /><BR /><b>Sie waren fünf Jahre lang Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Wipptal. Was bleibt?</b><BR />Reinthaler: Ich bin dankbar für diese Zeit und blicke ohne Bitterkeit darauf zurück. Es hat mir große Freude gemacht, für den Bezirk zu arbeiten. Nun widme ich mich wieder ganz meiner Arbeit im Krankenhaus.