Der letzte Peak liegt bereits einige Monate zurück. „In den Kläranlagen von Bozen und Meran etwa wurde er Anfang Juli festgestellt“, blickt Stenico zurück. Anschließend habe sich die Lage wieder beruhigt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66992677_quote" /><BR /><BR />In letzter Zeit allerdings wiesen die Coronaviren in Südtirols Abwasser einen rapiden Anstieg auf. „Dies kann mit zahlreichen Faktoren zusammenhängen“, sagt Stenico. Dazu zählen der Einbruch der Kälte, der Schulbeginn oder die Zahl an Touristen im Land.<h3> Mehrere Proben an einem Tag</h3>„Täglich werden mehrere Abwasserproben in regelmäßigen Abständen entnommen“, erklärt die Biologin. Eine einzige alle 24 Stunden reiche nämlich nicht aus, da die Virenlast über den Tag verteilt nicht immer gleich ist – eine Mischprobe sei vonnöten. <BR /><BR />Diese überprüft Stenico auf das Erbmaterial von SARS-CoV-2. „Eine sehr komplexe Analyse“, wie sie berichtet. „Um ein Ergebnis zu erlangen, sind gewisse Reinigungs- und Extraktionsphasen erforderlich.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-66992721_quote" /><BR /><BR /> Insgesamt hat das Biologische Labor 9 Kläranlagen mit in das Monitoring einbezogen. „So decken wir rund 2 Drittel der Bevölkerung ab“, sagt Stenico. Die Proben werden u. a. in Bozen, Meran, Brixen und Tramin entnommen – sowohl an einem Wochen- als auch an einem Wochenendtag.<h3> Ausweitung auf weitere Erreger geplant</h3>Zurzeit beschränkt sich das Abwassermonitoring noch auf die Erfassung von SARS-CoV-2- Viren. Schon bald soll es aber auf weitere Erreger ausgeweitet werden, wie etwa dem Influenza-Virus. „Dazu müssen wir zuerst allerdings das Verfahren der Analyse anpassen“, so Stenico. „Erste Tests werden bereits durchgeführt.“