<b>Von Florian Mair<BR /></b><BR /> In Feierstimmung waren jüngst die Gläubigen von Platt, denn auf den Tag genau 50 Jahre nach seiner Primiz feierte Hans Pamer, der Dekan von Meran-Passeier, in seiner Heimatpfarrei sein Goldenes Priesterjubiläum. Nach dem Einzug zur Pfarrkirche zelebrierte der vom Untermagfeldhof stammende Jubilar mit den Pfarrern Oswald Kuenzer und Siegfried Pfitscher sowie mit Missionar Adolf Pöll MHM einen Festgottesdienst. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1052745_image" /></div> <BR /><BR />„Ein Priesterjubiläum ist ein Anlass der Freude und des Dankes“, betonte der 76-jährige Jubilar in seiner Predigt. „Aber wir dürfen den dunklen Hintergrund, vor dem alles heute geschieht, nicht übersehen.“ Das Bild der Kirche habe sich in den vergangenen Jahren verändert. <h3> Gläubigen- und Priestermangel immer spürbarer</h3>„Ihr wisst so gut wie ich, dass wir hier auch in unserer Diözese bittere Erfahrungen machen: Viele Pfarreien haben keinen eigenen Pfarrer mehr, Schwesternstationen werden aufgelöst und Klöster aufgehoben. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht“, sagte Dekan Hans Pamer zu den Gläubigen seiner Heimatpfarrei. Und nicht nur der Priester-, sondern auch der Gläubigen-Mangel werde immer spürbarer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1052748_image" /></div> <BR /><BR />„Aber bei allen Unruhen und Schwierigkeiten dürfen wir uns doch freuen, dass unsere Kirche auch nach 2000 Jahren halbwegs lebendig und unterwegs ist“, meinte der Jubilar. Zudem verriet der Dekan, dass ihm sein Primizspruch „Du zeigst mir den Weg zum Leben und die Fülle der Freude bei dir“ aus dem Psalm 16,11 in den vergangenen 50 Jahren immer wieder Kraft, Freude und Schwung gegeben habe. <h3> Stets sein Bestes gegeben</h3>Für die Zukunft wünsche er sich bodenständige, charmante und herzliche Gläubige. „Ich wünsche mir Christinnen und Christen, die sich von Jesus zeigen lassen, dass alle Menschen wertvoll und wichtig sind“, betonte Pamer. Der seit 2009 in der Passerstadt wirkende Priester erinnerte aber auch daran, dass er bis heute immer und überall – als Kooperator in Latzfons und Schenna, als Präfekt und Regens im früheren Johanneum in Dorf Tirol sowie als Pfarrer und Dekan in Mals und Meran – versucht habe, sein Bestes zu geben, bis zur Grenze der Belastbarkeit. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1052751_image" /></div> <BR /><BR />Pamers Bruder Veit leitete den eigens für die Feier zusammengestellten Chor – bestehend aus Sängerinnen der Großfamilie Pamer sowie aus Mitgliedern des Burggräfler Singkreises und des Platter Pfarrchors. Sie sangen die „Ludwigs-Messe“ von Josef Gregor Zangl und das „Ave Maria“ von Sergey Rachmaninoff. Auch Bläser wirkten mit. Und beim Festmahl gab der Chor Volkslieder zum Besten.