Die Eltern von Claudio Carlomagno, der wegen des Mordes an seiner Ehefrau Federica Torzullo am 9. Jänner seit vergangenem Sonntag in Haft sitzt, sind tot in ihrem Haus in Anguillara nahe Rom aufgefunden worden. <BR /><BR />Pasquale Carlomagno und seine Ehefrau Maria Messineo wurden nach Angaben der Ermittler erhängt in ihrer Wohnung entdeckt. Medienberichten zufolge sollen die beiden einen Abschiedsbrief an ihren zweiten Sohn Davide hinterlassen haben.<BR /><BR />Den Alarm löste am späten Samstagnachmittag eine Tante des Festgenommenen aus, die die leblosen Körper fand. Sie hatte zuvor vergeblich versucht, das Ehepaar telefonisch zu erreichen. Carabinieri und ein Gerichtsmediziner nahmen die Ermittlungen auf. Der genaue Zeitpunkt des Todes ist noch unklar.<BR /><BR />Seit der Festnahme ihres Sohnes waren die Eltern nicht mehr gesehen worden. Zwischenzeitlich war vermutet worden, sie könnten sich in Rom aufhalten. Maria Messineo, eine Ex-Polizistin, hatte wenige Tage nach der Festnahme ihres Sohnes ihr Amt als Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde Anguillara niedergelegt.<h3> Half ein Komplize bei der Verbergung der Leiche?</h3>Claudio Carlomagno wird seit seiner Inhaftierung im Gefängnis von Civitavecchia unter besonderer Beobachtung gehalten. Sein Anwalt Andrea Miroli zeigte sich erschüttert: „Ich bin schockiert, seine Eltern waren wirklich sehr gute Menschen“. Zuletzt waren Gerüchte aufgetaucht, Carlomagnos Vater Pasquale könnte dem Sohn geholfen haben, die Leiche der ermordeten Ehefrau zu verbergen. <BR /><BR />Claudio Carlomagno hatte zwar den Mord an seiner Frau Federica gestanden, die Ermittler sind jedoch der Ansicht, dass er nicht die ganze Wahrheit erzählt habe. Geprüft wird, ob ihm ein Komplize geholfen hat, die Leiche auf einem Gelände der Firma seines Vaters zu entsorgen.<BR /><BR /> Die Ermittler suchen unterdessen weiter nach der Tatwaffe. Nach Angaben des Beschuldigten soll es sich um ein Messer handeln, das er nach dem Verbrechen in einen Bach im Raum des Bracciano-Sees geworfen habe.