von Micaela Taroni<BR /><BR />Die Staatsanwältinnen Alessia Menegazzo und Letizia Mannella, die die Ermittlungen der Carabinieri koordiniert hatten, stellten für den Angeklagten den Antrag auf lebenslange Haft. Das Urteil des Mailänder Gerichts unter dem Vorsitz von Antonella Bertoja wird für die nächste Audienz am 25. November erwartet. Nicht ausgeschlossen wird jedoch, dass das Urteil noch heute gefällt wird. <BR /><BR />Wie vor jeder Anhörung schrieb Giulias Schwester Chiara ein Post in Erinnerung an die Verstorbene, die im siebten Monat schwanger getötet wurde. „Es gibt keinen Tag, an dem wir dich nicht vermissen. Die Erinnerung an dich ist unsere Stärke. Du bist ein Teil von uns, heute und für immer“, heißt es im Post.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095318_image" /></div> <BR /><BR />„Giulia hat ihr eigenes Todesurteil unterschrieben, als sie dem Angeklagten mitteilte, ein Kind zu erwarten“, lautet die Anklageschrift der Mailänder Staatsanwältin Alessia Menegazzo gegen Impagnatiello, der Giulia Tramontano am 27. Mai 2023 in der gemeinsamen Wohnung in Senago bei Mailand mit 37 Messerstichen getötet hatte. Schon ab Dezember 2022 hatte er versucht, Giulia zu vergiften, während er zugleich eine Beziehung zu einer jungen englischen Kollegin einging. <BR /><BR />Laut dem Ergebnis der Autopsie soll Impagnatiello Giulia Tramontano von hinten angegriffen und ihr mit dem ersten der insgesamt 37 Messerstichen die Halsschlagader durchtrennt haben, wodurch ein um Hilfe Schreien des Opfers verhindert worden sei. Laut seinem eigenen Geständnis hatte Impagnatiello anschließend versucht, die Leiche in der Badewanne zu verbrennen. „Ich wollte die Leiche irgendwie loswerden. In der Nähe der Badewanne stand etwas Reinigungsalkohol. Den schüttete ich über sie und steckte alles in Brand“, so der Barkeeper.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095321_image" /></div> <BR /><BR />Wie die Recherche nach Spuren im Netz ergab, hatte Alessandro Impagnatiello aber bereits zwei Tage vor dem Mord auf Google nach dem Begriff „Verbrannte Keramikbadewanne“ gesucht. Impagnatiello ist wegen schweren vorsätzlichen Mordes, illegaler Unterbrechung einer Schwangerschaft, sowie Zerstörung und Verbergens einer Leiche angeklagt. Er sitzt in Untersuchungshaft im Gefängnis. Er nahm an der Gerichtsverhandlung teil und bat, ihn weder zu fotografiere noch aufzunehmen .