Was als verzweifelte Suche nach der vermissten Fitnesstrainerin begann, endete am Mittwoch in einer Pressekonferenz der Landespolizeidirektion Graz mit einer schrecklichen Bestätigung: Die Leiche von Johanna G. wurde vergraben in einem Waldstück gefunden. Besonders brisant ist der Fundort: Das Gelände gehört den Eltern des Tatverdächtigen, die selbst im Polizeidienst tätig sind. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/die-vermisste-steirerin-johanna-g-ist-tot-polizei-nennt-erste-details" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR /><BR />Vor wenigen Jahren noch präsentierte sich der 30-jährige Manuel M. vor einem Millionenpublikum als Inbegriff von Fitness und Furchtlosigkeit. In der Show „Ninja Warrior Austria“ fiel er laut bild.de durch akrobatische Leistungen, aber auch große Sprüche auf. Dabei stellte er sich selbst als „halbgottartig“ vor und sagte: „Ich lebe für Kampfsport, durch Feuer bin ich auch schon gesprungen, davor habe ich keine Angst mehr.“ Auch beruflich schien er als Beamter der Eliteeinheit Cobra fest im Leben zu stehen. Nun die schwere Anklage gegen ihn.<h3> Eine verhängnisvolle Online-Bekanntschaft</h3>Johanna G., selbst Kickboxerin und Wellness-Coach, lernte Manuel M. über eine Dating-App kennen. Nach ihrer Trennung im Herbst war sie nach Tillmitsch gezogen, in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Doch ein Treffen am 9. Januar wurde ihr zum Verhängnis. Nachdem Johannas Mutter sie als vermisst gemeldet hatte, führten digitale Spuren in ihren Chatverläufen die Ermittler direkt zu dem Polizisten.<BR /><BR /><BR />Obwohl Manuel M. zunächst jede Bekanntschaft abstritt, brach sein Lügengebäude während der Vernehmungen zusammen. Er führte die Ermittler schließlich zur Leiche, blieb jedoch bei seiner Version eines Unfalls im Schlafzimmer. Die Ermittler prüfen diesen Erklärungsversuch äußerst kritisch – auch, weil Johanna G. zum Zeitpunkt ihres Todes schwanger gewesen sein soll. Zudem belastet den Verdächtigen der Fund einer gestohlenen Dienstwaffe in seiner Wohnung.<h3> Parallelen zu Mordfall Stefanie</h3>Die Tat weckt bittere Erinnerungen an den Fall der Influencerin Stefanie P., die im vergangenen November in Graz unter ähnlichen Umständen getötet und vergraben wurde. In beiden Fällen versuchten die Täter, die Tat als tragisches Unglück darzustellen. Die nun angeordnete Obduktion soll klären, ob Manuel M.s Behauptung der Wahrheit entspricht oder ob es sich um vorsätzlichen Mord handelt.