Montag, 08. Januar 2018

Mord an Säugling: Keine Erkrankungen bei Angeklagter

Weil sie ihr Neugeborenes getötet haben soll, steht eine 23-Jährige in Ravensburg vor Gericht – eine psychische Beeinträchtigung oder Erkrankung ist aus Sicht eines Gutachters bei ihr aber nicht erkennbar. Es gebe auch keine Anhaltspunkte für eine Persönlichkeitsstörung oder ein paranoides oder emotional labiles Verhalten, sagte der Experte am Montag vor dem Landgericht.

Die 23-jährige soll den Säugling in der Nähe eines Bauernhofes zurückgelassen haben.
Die 23-jährige soll den Säugling in der Nähe eines Bauernhofes zurückgelassen haben. - Foto: © shutterstock

Die 23-Jährige soll aus Angst um ihre Beziehung und den Arbeitsplatz eine Schwangerschaft verheimlicht und den Säugling kurz nach der Geburt getötet haben. Zum Prozessauftakt Ende November hatte sie die Tat teilweise eingeräumt. Sie habe das Kind im Mai 2017 in der Nähe eines Bauernhofs bei Mengen heimlich zur Welt gebracht und ihm Küchenpapier in den Mund gesteckt, um sein Schreien zu verhindern. Dann habe sie es zurückgelassen. Das Baby starb kurz darauf. 

Die Staatsanwaltschaft wirft der 23-Jährigen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

dpa

stol