„Ich hoffe, die Carabinieri finden den Mörder schnell: Wir können ihnen nur begrenzt helfen. Was wir wissen, haben wir ihnen bereits gesagt. Ich glaube sowieso nicht, dass es jemand ist, den wir kennen.“ Dies erklärte gestern Sergio Ruocco (37), der Lebensgefährte von Sharon Verzeni, vor italienischen Medien, als er zusammen mit deren Vater in die Heimatgemeinde Bottanuco zurückkehrte.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/wieder-frauenmord-in-italien-sharon-33-lag-in-einer-blutlache-auf-der-strasse" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Vor genau 4 Wochen war seine Lebensgefährtin auf offener Straße in Terno d'Isola brutal mit einem Messer tödlich verletzt worden.</a> Vom Täter fehlt weiterhin jede Spur.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1065843_image" /></div> <BR /><BR />Gegen Ruocco wird nicht ermittelt. Seit der Mordnacht wurde er bereits dreimal von den Carabinieri vernommen, ebenso oft wurde er in die Kaserne vorgeladen, um einige mit den Ermittlungen zusammenhängende Formalitäten zu erledigen. Derzeit seien laut Nachrichtenagentur Ansa keine weiteren Besuche von ihm in der Kaserne geplant. <h3> „Es gab keine Reibereien zwischen ihm und Sharon“</h3>Sein vehementester Verteidiger ist noch Sharons Vater, Bruno Verzeni, der ihn seit einem Monat in seinem Haus beherbergt: „Wir sind sicher, dass es nicht Sergio war“, sagte er zu Reportern, „es war jemand, der sie nicht gut kannte, obwohl ich nicht wüsste, wer. Sergio ist ruhig und wir sind es auch. Es gab keine Reibereien zwischen ihm und Sharon.“<BR /><BR />Die Bindung zwischen Verzenis Eltern und Sergio Ruocco ist sehr eng: Bereits in der Vergangenheit hatte ihr Vater sein Vertrauen in den 37-jährigen Hydrauliker bekräftigt und behauptet, <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mord-an-sharon-verzeni-jetzt-spricht-ihr-vater-bruno" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">dass er für sie „wie ein Sohn“ sei.</a><h3> „Sie war oft allein unterwegs – auch nachts“</h3><BR />In der Zwischenzeit gehen die Ermittlungen der Carabinieri unter der Leitung des stellvertretenden Staatsanwalts Emanuele Marchisio weiter. Einigen Anwohnern des Viertels in der Via Merelli in Terno d'Isola, in dem Sharon Verzeni wohnte zufolge ging die 33-Jährige oft abends aus dem Haus, auch spät in der Nacht. Dabei sei sie stets allein unterwegs gewesen: „Sie ging oft spät in der Nacht zu Fuß aus dem Haus. Sie nahm praktisch immer denselben Weg“, sagt ein Anwohner, der auch von den Ermittlern gehört wurde. <BR /><BR />Der Mord ereignete um 0.50 Uhr zwischen dem 29. und dem 30. Juli in der Via Castegnate in Terno d'Isola, weniger als 800 Meter von dem Haus entfernt, in dem Sharon seit 3 Jahren mit ihrem Lebensgefährten wohnte. <BR /><BR />In der Zwischenzeit wurden die Verhöre von Personen, die „über den Sachverhalt informiert“ waren (das heißt ohne Begleitung eines Anwalts und ohne dass gegen sie ermittelt wurde), im Provinzkommando von Bergamo fortgesetzt.<BR /><BR />Niemand habe laut Ansa jedoch nützliche Hinweise geben können, die den Ermittlungen zum Durchbruch verholfen hätten. Vom Täter fehlt weiter jede Spur.