Nach ersten Erkenntnissen ist die junge Frau an den Folgen eines Sturzes gestorben. Das ergaben die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion. <BR /><BR />Demnach erlitt die Jugendliche ein tödliches Schädel-Hirn-Trauma durch den Aufprall aus rund drei Metern Höhe. Zuvor soll sie von dem 20-jährigen Tatverdächtigen Alex Manna geschlagen worden sein. Als sie vermutlich bewusstlos, aber noch am Leben war, sei sie in einen Kanal geworfen worden. Trotz der erlittenen Schläge habe sie noch geatmet, als sie ins Wasser stürzte.<BR /><BR />Der Verdächtige, ein Bekannter der Toten, sitzt weiterhin wegen Mordes in Untersuchungshaft. Die Ermittlungsrichterin muss noch über die Bestätigung der Haft entscheiden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1274133_image" /></div> <BR /><BR />Unmittelbar nach der Tat soll er versucht haben, die Schuld einem 30-jährigen afrikanischen Künstler mit psychischen Problemen zuzuschieben, der in derselben Ortschaft lebt. <h3> „Haben sofort gesehen, dass es keine Hoffnung mehr gibt“</h3>Freunde des Opfers berichteten, der Beschuldigte habe am Fundort geweint und zunächst die Suche nach der Jugendlichen unterstützt. Zwei junge Männer, die die Leiche entdeckten, gaben an, sie hätten Zoe mit dem Kopf im Wasser liegend gefunden. „Wir haben sofort gesehen, dass es keine Hoffnung mehr gab“, sagten sie. Am Ufer hätten ein Mobiltelefon, eine Brille und Zigaretten gelegen.<BR /><BR />Den ersten Ermittlungen zufolge hatten Zoe und Manna keine Liebesbeziehung. Der junge Mann war bereits liiert, was ihn jedoch nicht davon abhielt, sich auch Zoe zu nähern. Nach der Zurückweisung durch die 17-Jährige sei es zu einer gewalttätigen Reaktion gekommen, die in der tödlichen Attacke gipfelte. Am Körper der Jugendlichen wurden zahlreiche Prellungen, Verletzungen im Halsbereich, Schwellungen im Gesicht sowie Wunden festgestellt, die mit einem Abwehrversuch vereinbar sind. Die Obduktion ergab, dass Zoe von ihrem Angreifer wiederholt mit Fäusten ins Gesicht geschlagen wurde. Sie habe versucht zu schreien und sich zu verteidigen, sei jedoch schließlich gewürgt worden.<h3> Manna schob die Schuld einem Anderen zu</h3>Nach der Tat soll sich Manna vom Tatort entfernt haben, um nach Hause zu gehen und seine mit dem Blut des Opfers verschmutzte Kleidung zu wechseln. Anschließend sei er zu seinen Freunden zurückgekehrt und habe versucht, die Verantwortung für die Tat einem in der Stadt lebenden Mann mit psychischen Problemen zuzuschieben, um die Ermittler in die Irre zu führen. Die 17-Jährige hatte ihre Abendschicht in der Bar am Bahnhof von Nizza Monferrato, wo sie in Teilzeit arbeitete, gegen 21.00 Uhr beendet und war anschließend mit einigen Freunden ins Stadtzentrum gegangen. Später entfernte sie sich von der Gruppe, um den mutmaßlichen Angreifer zu treffen. Von diesem Moment an verlor sich ihre Spur. <BR /><BR />Die Leiche wurde kurz vor Mitternacht im Flussbett des Rio Nizza gefunden, einem Kanal, der die Stadt durchquert, unweit des Zentrums. Die Ermittlungen dauern an, um die letzten Stunden im Leben der Jugendlichen genau zu rekonstruieren. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1274136_image" /></div> <BR /><BR />Am Dienstagabend versammelten sich zahlreiche Menschen zu einem Fackelzug in Nizza Monferrato, um der Getöteten zu gedenken. Bürgermeister Simone Nosenzo sprach von einem „Nein zur Gewalt“ und bekundete der Familie im Namen der Stadt sein Beileid.