Vordergründig zu klären ist jetzt neben Todesursache und -zeitpunkt, ob Sbetta seinen Mörder gekannt und ihn selbst ins Haus gelassen hat. <BR /><BR />Die Forensiker der Carabinieri des RIS von Parma konnten gleich hinter der Haustür im Gang blutige Handabdrücke sichern. Sollten diese vom Mörder hinterlassen worden sein, haben die Ermittler damit seine Fingerabdrücke. Die Scheibe der Balkontür zum Schlafzimmer war eingeschlagen. Falls sich der Täter auf diesem Wege Zutritt zur Wohnung verschafft hat, würde dies auf einen dem Opfer Unbekannten hindeuten. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Sbetta den Mörder selbst hereingebeten hat. Die Glasscheibe könnte nämlich auch im Zuge einer tätlichen Auseinandersetzung, die dem Mord vorhergegangen sein dürfte, zu Bruch gegangen sein. Abwehrverletzungen an Sbettas Händen deuten darauf hin, dass es ein Handgemenge zwischen Täter und Opfer gegeben hat. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261992_image" /></div> <BR /><BR />Wie berichtet, war der Leichnam von Sbetta, der seit dem Tod seines Vaters allein in dem Haus in der Via Marconi in Strigno, einem Ortsteil der Gemeinde Castel Ivano in der Valsugana, lebte, in der Nacht auf gestern tot in seinem Haus aufgefunden worden.<BR /><BR />An verschiedenen Orten in der Wohnung haben die Ermittler Blutflecken und -spuren gefunden. Der Rechtsmediziner stellte Verletzungen am Hinterkopf des Opfers fest – wahrscheinlich die Todesursache. Genau abgeklärt werden muss das bei der heutigen Autopsie in Trient, ebenso wie der Zeitpunkt des Todes. Auch könnte der Täter mehrfach zugeschlagen haben – ersten Erkenntnissen zufolge mit einem stumpfen Gegenstand. Gefunden wurde die Tatwaffe bisher nicht. Auch soll – zumindest im Moment – nichts auf einen Raubüberfall hindeuten. Die Carabinieri haben bereits zahlreiche Personen aus Sbettas Freundes- und Bekanntenkreis angehört – in der Hoffnung auf Hintergrundinformationen, die zum Täter führen könnten. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1261995_image" /></div> <BR /><BR />Lebend gesehen worden war Sbetta zum letzten Mal am vergangenen Samstag, als er durch das Dorf spazierte. Die Fahnder werten derzeit die Aufnahmen von verschiedenen Überwachungskameras aus. Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter dem 68-Jährigen nach Hause gefolgt sein könnte, um dort zuzuschlagen. Am Mittwoch war einem Cousin von Sbetta aufgefallen, dass die Läden vor den Fenstern des Hauses des 68-Jährigen geschlossen waren. Als sich auch auf sein Klingeln und Klopfen hin nichts rührte, kontaktierte der Cousin einen Bekannten von Sbetta, der über dessen Hausschlüssel verfügte. Gemeinsam mit den Carabinieri von Borgo betraten sie die Wohnung, wo sie den leblosen Körper von Mauro Sbetta im Wohnzimmer vorfanden.