Freitag, 12. April 2019

Mord in Innsbruck: U-Haft über zwei Verdächtige verhängt

Nach dem besonders grausamen Verbrechen in einer Innsbrucker Wohnung, bei dem einem 28-jährigen Pakistani mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten und die rechte Hand abgetrennt worden war, hat das Landesgericht Innsbruck über den haupttatverdächtigen 22-jährigen Inder die Untersuchungshaft verhängt. Dies teilte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Ermittler am Weg in jenes Haus im Innsbrucker Stadtteil Wilten in dem es am Mittwoch, 10. April 2019, zu einem Gewaltverbrechen gekommen ist.
Ermittler am Weg in jenes Haus im Innsbrucker Stadtteil Wilten in dem es am Mittwoch, 10. April 2019, zu einem Gewaltverbrechen gekommen ist. - Foto: © APA

Auch seine Freundin, eine 20-jährige Italienerin indischer Abstammung, muss in Untersuchungshaft. Sie sei dringend verdächtig, zur Tat beigetragen zu haben, hieß es seitens der Anklagebehörde.

Die beste Freundin der Frau, die zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Wohnung befindliche 21-jährige Inderin, die angeblich in Südtirol leben soll, wurde hingegen wieder enthaftet. Es sei derzeit nicht davon auszugehen, dass die Frau sich an der Tat beteiligt hat. Sie sei diejenige gewesen, die über Umwege die Verständigung der Polizei veranlasst habe.

Das Mordopfer soll, wie berichtet, im Jahr 2014 unter anderem rund ein Dutzend tatsächliche und versuchte Übergriffe auf Frauen auf offener Straße in Innsbruck verübt haben. Aufgrund dessen fasste er eine fünfjährige Haftstrafe aus, wurde aber nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen.

Gegen den Mann wurde ein „Einreiseverbot auf acht Jahre” verhängt, die Voraussetzungen für eine Schubhaft waren nach einer Entscheidung des Bundesamtes für Asyl- und Fremdenwesen (BFA) aber nicht gegeben, erläuterte Harald Baumgartner, Leiter der neuen „Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung” (FGA). Der Mann, gegen den 2017 „aufenthaltsbeendende Maßnahmen” eingeleitet worden waren, lebte nach seiner Haftentlassung laut LKA-Leiter Pupp in Norditalien, hielt sich aber immer wieder als „U-Boot” auch in Tirol auf. Der 28-Jährige hatte einen Asylantrag gestellt, der aber negativ beschieden wurde. Auch einen Folgeantrag stellte das nunmehrige Opfer.

apa/stol

stol