Dienstag, 25. September 2018

Mord in Meran: Butterfly-Klappmesser als Tatwaffe

Am heutigen Dienstag werden in Zusammenhang mit der schrecklichen Bluttat in Meran, bei der die 34-jährige zweifach Mutter Alexandra Riffeser zu Tode kam, nähere Details bekannt.

Ein Bild aus glücklichen Tagen. - Foto: Facebook
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Ein Bild aus glücklichen Tagen. - Foto: Facebook

Laut Informationen von STOL soll es sich bei der Tatwaffe um ein Butterfly-Klappmesser handeln, das der Ehemann der ermordeten Alexandra Riffeser Johannes Beutel in seinem Rucksack mit nach Südtirol brachte.

Symbolbild Butterfly-Klappmesser. - Foto: Shutterstock

Dieser soll erst vor wenigen Tagen aus Vorarlberg, wo er arbeitete, nach Südtirol zu seiner Familie zurückgekehrt sein. Wie berichtet, führte das Paar eine Fernbeziehung. Sie arbeitete auf ihrem Hof, dem Huber-Hof, in Gratsch, er in einem Logistikunternehmen in Vorarlberg. Angeblich stand die Ehe vor dem Aus. Eifersucht ist ein mögliches Tatmotiv.

10 bis 12 Messerstiche

Auch über die Anzahl der Messerstiche gibt es neue Erkenntnisse. Der Täter soll 10 bis 12 Mal zugestochen haben. Die Tat soll nicht von langer Hand geplant gewesen sein. Um die genauen Umstände des Tathergangs zu klären, soll eine Autopsie am Leichnam von Alexandra Riffeser durchgeführt werden. Diese soll möglicherweise am Samstag stattfinden.

Die Haftprüfung von Johannes Beutel, der sich derzeit im Bozner Gefängnis befindet, wird möglicherweise am morgigen Mittwoch stattfinden. Er soll in keinem verwirrten Zustand sein.

Drama am Montag

Wie berichtet, wurde Alexandra Riffeser am Montag ermordet in ihrer Wohnung am Huber-Hof in Gratsch aufgefunden. Die Schwester des Opfers soll die Schreie ihrer Schwester gehört und den Notruf abgesetzt haben. 

Der Notarzt des Weißen Kreuz Meran konnte trotz aller Bemühungen das Leben der jungen Frau nicht mehr retten. Neben dem Mordopfer soll Johannes Beutel völlig mitgenommen gekauert sein. 

Ehemann in blutverschmiertem T-Shirt abgeführt

Ihr Ehemann Johannes Beutel wurde in Handschellen und einem blutverschmierten T-Shirt von den Beamten der Staatspolizei unter dringendem Tatverdacht abgeführt. Am Montagnachmittag wurden die Eltern des Opfers angehört, am frühen Abend wurde der Leichnam der Frau aus der Wohnung gebracht.

Die beiden kleinen Töchter des Paares befanden sich zum Zeitpunkt der Tat mit ihrer Großmutter in einem anderen Teil des Hofes.

Spurensicherung am Tatort. - Foto: DLife

Neben der Spurensicherung kam auch Staatsanwalt Igor Secco auf den Huber-Hof, der die Untersuchung leitet.

Gemeinde Meran erschüttert

Der Bürgermeister von Meran, Paul Rösch, und die gesamte Stadtregierung zeigten sich betroffen und schockiert über den Mordfall, der das Stadtviertel Gratsch und die gesamte Stadt Meran am Montag erschüttert hat.

„Der gesamten Familie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Unsere Gedanken sind bei der Familie und vor allem bei den beiden Kindern, denen wir als Gemeinschaft nun zur Seite stehen sollten“, so der Gemeindeausschuss auf der Homepage der Gemeinde Meran.

stol

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