Dienstag, 25. September 2018

Mord in Meran: Eifersucht mögliches Tatmotiv

Nach dem Mord an Alexandra Riffeser (34) am Montag, sitzt ihr 38-jähriger österreichischer Ehemann Johannes Beutel unter dringendem Tatverdacht nun im Bozner Gefängnis. Er soll die Tat bereits gestanden haben. Tatmotiv soll Eifersucht sein.

Die Ermittlungen laufen. - Foto: DLife
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Die Ermittlungen laufen. - Foto: DLife

Die Haftprüfung von Johannes Beutel wird für die nächsten Tage erwartet. Die Ermittler erhoffen sich auch Aufschluss über das Tatmotiv. Ein mögliches Motiv soll laut ersten Informationen Eifersucht sein. 

Autopsie am Leichnam

Um die genauen Umstände des Tathergangs zu klären, soll in den nächsten Tagen eine Autopsie am Leichnam von Alexandra Riffeser durchgeführt werden. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren.

Wie berichtet, wurde Alexandra Riffeser mit 30 Messerstichen ermordet in ihrer Wohnung am Huber-Hof in Gratsch aufgefunden. Die Schwester des Opfers soll die Schreie ihrer Schwester gehört und den Notruf abgesetzt haben. 

Der Notarzt des Weißen Kreuz Meran konnte trotz aller Bemühungen das Leben der jungen Frau nicht mehr retten. Neben dem Mordopfer soll Johannes Beutel völlig mitgenommen gekauert sein. 

Ehemann in blutverschmiertem T-Shirt abgeführt

Ihr Ehemann Johannes Beutel wurde in Handschellen und einem blutverschmierten T-Shirt von den Beamten der Staatspolizei unter dringendem Tatverdacht abgeführt. Am Montagnachmittag wurden die Eltern des Opfers angehört, am frühen Abend wurde der Leichnam der Frau aus der Wohnung gebracht.

Die beiden kleinen Töchter des Paares befanden sich zum Zeitpunkt der Tat mit ihrer Großmutter in einem anderen Teil des Hofes.

Foto: Facebook

Neben der Spurensicherung kam auch Staatsanwalt Igor Secco auf den Huber Hof, der die Untersuchung leitet.

Gemeinde Meran erschüttert

Der Bürgermeister von Meran, Paul Rösch, und die gesamte Stadtregierung zeigten sich betroffen und schockiert über den Mordfall, der das Stadtviertel Gratsch und die gesamte Stadt Meran am Montag erschüttert hat.

„Der gesamten Familie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Unsere Gedanken sind bei der Familie und vor allem bei den beiden Kindern, denen wir als Gemeinschaft nun zur Seite stehen sollten“, so der Gemeindeausschuss auf der Homepage der Gemeinde Meran.

Kampf gegen Gewalt gegen Frauen geht weiter

„Die Ermittlung des genauen Ablaufs der Bluttat ist jetzt Aufgabe der Ordnungskräfte und der Staatsanwaltschaft. Fest steht dagegen, dass der Kampf gegen Gewalt an Frauen weitergeht: Das Referat für Gleichstellung der Gemeinde unterstützt eine Reihe von Initiativen, die zur Prävention, Sensibilisierung und Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt beitragen. Sie werden durch das 2012 auf Betreiben der Stadtgemeinde ins Leben gerufene Netzwerk gegen Gewalt an Frauen koordiniert“, erklärte der Bürgermeister und die Stadtregierung auf der Homepage der Gemeinde.

stol

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