Montag, 10. August 2015

Mord in Meran: Strazzer legt Geständnis ab

Die Nebel um die Bluttat, die sich vergangenen Donnerstag in einer Wohnung in der IV.-November-Straße zugetragen hat, lichten sich. Drei Stunden lang stand der dringend Tatverdächtige Riccardo Strazzer Staatsanwalt und Richter Rede und Antwort – und erinnert sich an immer mehr Details der Mordnacht. Einzig vom tödlichen Stich ins Herz weiß er nichts mehr.

In diesem Haus in der 4.-November-Straße ist Peter Cristina in der Nacht auf Freitag erstochen worden.
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In diesem Haus in der 4.-November-Straße ist Peter Cristina in der Nacht auf Freitag erstochen worden.

„Mein einziger Freund ist in meinen Armen gestorben“. Immer wieder wiederholte Ricccardo Strazzer (58) aus Meran im Zuge des Verhörs diesen Satz.

Immer wieder müssen Richter Emilio Schönsberg und Staatsanwalt Andrea Sacchetti das Verhör im Bozner Gefängnis abbrechen. Immer wieder bricht der dringend Tatverdächtige in Tränen aus.

Am Ende konnte er die Nebel um die Bluttat, bei der Peter Cristina (43) in seiner Mietwohnung in der IV.-November-Straße in Meran erstochen wurde, lichten.

Männer sollen betrunken gewesen sein

Die beiden sollen sich am Morgen des Mordtages gemeinsam auf den Weg gemacht haben. In der Folge sollen sie in mehreren Lokalen Merans eine erhebliche Menge an Wein konsumiert haben.

Abends seien die beiden laut Anwalt Nicola Nettis stark angetrunken in die Wohnung zurückgekehrt. Dort soll es dann zu dem heftigen Streit gekommen sein.

Daraufhin soll Strazzer laut seinen Aussagen „zu etwas gegriffen und zugestoßen haben“. Erst dann habe er den Notruf gewählt.

„Mein einziger Freund ist in meinen Armen gestorben“ schließt Strazzer sein Geständnis. Er bleibt weiter im Bozner Gefängnis.

em

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Den ausführlichen Bericht über die Bluttat und deren Hintergründe lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“

stol