Rechtsmediziner Dr. Dario Raniero hat gestern Nachmittag Mauro Sbettas Leichnam obduziert. Erstes Ergebnis: Die Todesursache war ein Polytrauma – also gleichzeitig entstandene, schwere Verletzungen an mehreren Körperregionen. <BR /><BR />Tödlich sollen vor allem die Verletzungen am Kopf und am Nacken des Opfers gewesen sein. Die Tatwaffe – ein stumpfer Gegenstand – wurde vorerst weder genau identifiziert noch gefunden. <BR /><BR />Von den Spurensicherern des RIS aus Parma, die den ganzen Donnerstag in Sbettas Wohnung in Strigno zugange waren, kommen hingegen neue Erkenntnisse zum möglichen Tathergang. <BR /><BR />Inmitten der Unordnung, die durch den gewalttätigen Übergriff bzw. Sbettas verzweifelte Versuche, sich zu wehren, entstanden sein dürfte, standen auf einem Tisch Gläser und eine Flasche. Mauro Sbetta hatte also einen Gast und mit diesem etwas getrunken. Sbetta dürfte diese Person gekannt bzw. ihr vertraut haben.<BR /><BR />Eine Hypothese der Ermittler ist: Der Gast könnte der Mörder des 68-Jährigen gewesen sein. Er könnte sich dem nichts Böses ahnenden Mann von hinten genähert und ihn niedergeschlagen haben. <BR /><BR />Davon, dass Sbetta versuchte, zu entkommen, zeugen Blutflecken und blutige Handabdrücke an mehreren Stellen in der Wohnung. Doch es war vergeblich, der Mörder holte den 68-Jährigen ein. Sbetta brach schließlich schwer verletzt am Boden zusammen. <BR /><BR />Wie berichtet, wurde der Leichnam des 68-Jährigen vor drei Tagen von einem Verwandten gefunden, der sich Sorgen gemacht hatte, weil Sbetta seit Samstag von niemandem mehr gesehen worden war. <BR /><BR />Die RIS-Forensiker sicherten die Flasche und die Gläser. Sollte der Täter darauf seinen genetischen Fingerabdruck hinterlassen haben, könnte „Kommissar DNA“ die entscheidende Rolle bei der Aufklärung des Verbrechens spielen.