<a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/fall-erba-eine-nicht-entscheidung" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet</a>, hatte sich Tarfusser dafür eingesetzt, dass einer der spektakulärsten Mordfälle Italiens – das Blutbad in der lombardischen Gemeinde Erba im Jahr 2006 – neu aufgerollt wird. <BR /><BR />Das Ehepaar Olindo Romano und Rosa Bazzi war wegen des Vierfachmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Tarfusser waren aber bei der Durchsicht der Fallakten eine Reihe von Ungereimtheiten aufgefallen, die ihn einen Justizirrtum vermuten ließen. <h3> Juli 2024: Revisionsantrag für unzulässig erklärt</h3>Doch im Juli 2024 kam dann die Enttäuschung: Das Oberlandesgericht in Brescia erklärte den Revisionsantrag von Tarfusser und der Verteidigung von Romano und Bazzi für unzulässig. Detail am Rande: Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Brescia ist Tarfussers Ex-Kollege in Bozen, Guido Rispoli. <BR /><BR />In der Folge bestätigte das Kassationsgericht den Entscheid. In seiner Eingabe stellt Tarfusser u.a. den Verdacht in den Raum, dass Beweismittel, die für die Angeklagten gesprochen hätten, unterbewertet worden seien. Auch ist die Rede von mutmaßlichem Druck seitens der Carabinieri, um das Paar zum Geständnis zu bewegen. Die in Bozen hinterlegte Eingabe dürfte nun an die zuständigen Staatsanwaltschaften in Venedig und Perugia weitergeleitet werden.