Auch der Tod des jungen Bergläufers Andrea Papi am 5. April nach einem Bären-Angriff belastet das Val di Sole bis heute. <BR /><BR />Am Morgen des 31. Oktober wurde in den Wäldern von Celledizzo der leblose Körper von Massimiliano Lucietti aufgefunden. Er war mit einer Schrotflinte erschossen worden. Keine 24 Stunden später das nächste Drama: In derselben Gegend fanden die Carabinieri einen zweiten toten Jäger. Es handelte sich dabei um Maurizio Gionta, einen früheren Förster und pensionierten Mitarbeiter des Nationalparks Stilfserjoch. Der 59-Jährige war tags zuvor, als er selbst auf der Pirsch war, auf Luciettis Leichnam gestoßen und hatte den Notruf abgesetzt. Gionta hatte sich das Leben genommen. <BR /><BR />Wie die Autopsie an Luciettis Leiche ergab, war der 24-Jährige durch einen Genickschuss aus mindestens einem halben Meter Entfernung gestorben. Folglich muss der Schuss von einer anderen Person abgefeuert worden sein. <BR /><BR />Die Vermutung, dass Gionta für den Tod von Lucietti verantwortlich sein könnte, und danach seinem Leben ein Ende setzte, ist inzwischen widerlegt. Die Untersuchung des Speziallabors RIS von Parma ergab keine Spuren von Schießpulver an seinen Händen und Kleidung.<h3> 26 Gewehre untersucht</h3>Die Wohnungen der beiden Toten im Dorf liegen keine 200 Meter voneinander entfernt. Die Tragödie hat 2 Familien zerstört. <BR /><BR />Bei den Ermittlungen tappt man nach wie vor im Dunkeln: Ausgehend von dem Kaliber des Geschosses, das Lucietti getötet hat, wurden von den Ermittlern 26 Gewehre von in der Gegend lebenden Jägern untersucht. Die Analyse dieser Waffen führte nicht zur Klärung. Vor Kurzem hat die Staatsanwaltschaft Trient die Ermittlungen auf andere, möglicherweise kompatible Waffen ausgeweitet. <BR /><BR />Der Mörder von Lucietti ist bis heute auf freiem Fuß, und der Fall bleibt weiterhin rätselhaft. Das Val di Sole hat in den letzten Monaten (wir erinnern uns auch an den Tod von <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/autopsie-bestaetigt-andrea-papi-26-wurde-von-baer-getoetet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Andrea Papi in Caldes</a> am 5. April, der von einem Bären angegriffen wurde) einige besonders schlimme Tragödien erlebt.<BR /><BR />