Es ist nicht auszuschließen, das eine Festnahme unmittelbar bevor steht.Staatsanwältin Donatella Marchesini, Vertreter der Fahndungseinheit der Polizei und die ermittelnden Carabineri-Beamten werden nach Nordtirol zu dem Treffen mit ihren örtlichen Kollegen und jenen der Staatsanwaltschaft Ravensburg bzw. der Polizeidirektion Friedrichshafen fahren.Laut Pressesprecher der Polizei Friedrichshafen, Wolfgang Hoffmann, war Peter Hilber im oberen sechsstelligen Bereich verschuldet und hatte vermutlich auch Kontakte zur organisierten Kriminalität in Italien.Ein weiterer Ermittlungsansatz ergebe sich aus Indizien, wonach Peter Hilber auch gleichgeschlechtliche Sexualkontakte unterhalten habe.Und schließlich werde der familiäre Bereich unter die Lupe genommen. Welche Spur so vielversprechend ist, dass sie eine persönliche Absprache der Fahnder nötig macht, wurde gestern nicht bekannt gegeben.Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Lösung des Mordfalls und eine Festnahme unmittelbar bevor stehen könnte. Am 25. April war der Leichnam von Peter Hilber (39) aus Vahrn in Spiss im Gemeindegebiet Pfunds in unwegsamem Gelände aufgefunden worden. Die Fahnder gingen bisher rund zehn Hinweisen nach, die zum Phantombild von „Sandro“ eingegangen waren – jenes Mannes, mit dem Peter Hilber laut Aussagen seiner Frau Tanja Burger weggefahren war. Diese Spur würde auf organisierte Kriminalität hinweisen.Auch wurden die Unterlagen ausgewertet, die in Hilbers Schließfach gefunden wurden.Den Schlüssel dazu hatte er seiner Schwester Angelika rund zwei Wochen vor seinem Tod anvertraut. So erfuhren die Ermittler von den Schulden.Und schließlich nahmen die Fahnder auch Hilbers Ehefrau und ihren engsten Bekanntenkreis ins Visier. Dazu könnten einige Ungereimtheiten in ihren Aussagen über das Verschwinden ihres Mannes geführt haben.D/rc