Montag, 19. November 2018

Mordfall Huber: Anklage neu zu formulieren

Zurück an den Absender heißt es im Mordprozess gegen Dzenana Mangafic: Weil die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift nicht präzisiert hat, worin der Vorsatz gegeben ist, wurde die Anklage gleich zu Prozessauftakt wieder an den Absender zurückgeschickt.

Der Prozess gegen Dzenana Mangafic muss von vorne begonnen werden. - Foto: DLife/Carabinieri
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Der Prozess gegen Dzenana Mangafic muss von vorne begonnen werden. - Foto: DLife/Carabinieri

Am Montag hätte der Auftakt im Schwurgerichtsprozess gegen die 56-jährige Dzenana Mangafic erfolgen sollen. Gleich zu Beginn erhob die Verteidigung aber den Einwand, die Anklageschrift sei nicht korrekt formuliert. Aus ihr gehe, so die Anwälte Andreas Tscholl, Daniel Duregger und Angelo Polo, nicht hervor, worin in dem ihrer Mandantin zur Last gelegten Mord an Kurt Huber (71) der Vorsatz liege. 

Die Staatsanwaltschaft ihrerseits stellte in der Folge den Antrag die Präzisierung einzufügen. Laut Anklage sei der Vorsatz aus dem Grund ersichtlich, da die 56-Jährige in den Tagen vor der Bluttat ihrem schwerkranken Ex-Mann keine Medikamente mehr verabreicht haben soll. Am 6. Dezember 2016 wurde schließlich die Leiche des 71-Jährigen in einer Wohnung in Niederrasen gefunden. 

Die Geschworenen um den vorsitzenden Richter Carlo Busato zogen sich in der Folge für über 2 Stunden zurück. Am Ende dann die Entscheidung: Dem Antrag der Verteidigung wurde stattgegeben. Damit geht die Anklageschrift zurück an den Voruntersuchungsrichter. Dieser muss entscheiden, ob die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift völlig neu ausarbeiten muss, oder ob es ausreicht, diese zu ergänzen. 

Dzenana Mangafic bleibt indes weiter im Frauentrakt des Gefängnisses von Trient. Dort sitzt sie seit Mai vergangenen Jahres in U-Haft. Sie hatte von Anfang an beteuert, unschuldig zu sein. 

em

stol