Das verkürzte Verfahren findet hinter geschlossenen Türen statt. Anwesend waren am Montag Angehörige des Opfers, Erna Pirpamer – Anwalt Beniamino Migliucci vertritt sie als Nebenkläger im Prozess. Die Friseurmeisterin war bekanntlich im Juni vergangenen Jahres im Maiser Park in Obermais mit einem Messer tödlich verletzt worden. Der Täter – Boubaker Aouichaoui – hatte die Rettungskräfte an jenem Abend selbst alarmiert. Von allem Anfang an hatte er über seinen Anwalt Nicola Nettis erklärt, er sei ausgerastet, er habe sie nicht umbringen wollen. Ein fundamentales Detail, um welches sich das verkürzte Verfahren dreht, ist die Tatwaffe: Es handelt sich um ein Küchenmesser. Warum trug Aouichaoui dieses große Messer an jenem Abend bei sich? Er selbst hatte erklärt, er habe es als Gärtner immer dabei gehabt, um sich in seiner Mittagspause sein Brot zubereiten zu können. Ein Bundesdeutscher, der gestern im Zeugenstand erklärte, ein „enger Freund“ des Angeklagten zu sein, sagte, der Tunesier habe jeden Tag, wenn er seinen Rucksack gepackt habe, ein großes Messer bzw. Besteck eingepackt. Der Tunesier habe Gewalt immer abgelehnt. Angehört wurde ein zweiter Zeuge – ein Arbeitskollege des Angeklagten. uli/D____________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der "Dolomiten".