Donnerstag, 16. April 2020

Mordfall Rauch: Corona bremst Ermittlungen ein

Seit 10. März sitzt der 25-jährige Lukas Oberhauser aus Vilpian nun im Bozner Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Nacht zuvor die 28-jährige Barbara Rauch in deren Lokal in Eppan mit einem Messer getötet zu haben. Das Coronavirus hat die Ermittlungen allerdings arg eingebremst.

In der Nacht auf den 10. März war die 28-jährige Barbara Rauch erstochen worden.
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In der Nacht auf den 10. März war die 28-jährige Barbara Rauch erstochen worden.
So ist nach wie vor eine Autopsie an Rauchs Leiche ausständig. Nur die kann aber ergeben, ob das Messer, das Oberhauser bei seiner Verhaftung bei sich hatte, die Tatwaffe ist oder nicht.

Davon hängt vermutlich auch ab, ob dem 25-Jährigen auch ein Vorsatz für den Mord zur Last gelegt wird. Indes versuchen die Ermittler, über die Daten von Oberhausers Mobiltelefon ein Bewegungsprofil zu erstellen, um nachzuzeichnen, wo sich der 25-Jährige in der Tatnacht aufgehalten hatte.

Aussagen zu den Geschehnissen hat Oberhauser bislang offiziell keine gemacht, auch nicht seinem Verteidiger Karl Pfeifer gegenüber.

Seinem Mandanten gehe es den Umständen entsprechend gut, und er werde von der Gefängnispsychologin betreut, sagt Pfeifer.

Wie berichtet, soll Oberhauser nach seiner Festnahme den Carabinieri gegenüber die Tat gestanden haben. Die Aussage ist aber nicht gerichtsverwertbar, da sie nicht im Beisein eines Anwaltes erfolgte. Seitdem schweigt Oberhauser zu den Geschehnissen.

em

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