Samstag, 29. September 2018

Mordfall Riffeser: Mit 43 Messerstichen getötet

Die am Montag in Meran ermordete Alexandra Riffeser ist mit 43 Messerstichen getötet worden. Dies hat die am Samstag durchgeführte Obduktion am Leichnam des Opfers ergeben.

43 Messerstiche hat Johannes Beutel seiner Frau zugefügt.
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43 Messerstiche hat Johannes Beutel seiner Frau zugefügt.

Die Obduktion wurde am Samstagvormittag vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass dem Opfer 43 Messerstiche zugefügt wurden. Die Wunden seien mit dem in der Wohnung gefundenen Butterflymesser kompatibel (STOL hat berichtet). Anfangs waren die Ermittler noch von 10 bis 12 Messerstichen ausgegangen. 

In der kommenden Woche wird die technische Abteilung der Kriminalpolizei von Padua nun einen Lokalaugenschein in der Wohnung, in der die Tat begangen wurde, durchführen. Dabei soll weiteres Beweismaterial sichergestellt werden. 

Der Ehemann des Mordopfers, Johannes Beutel, hat die Tat bereits gestanden (siehe eigener Bericht)

Eifersucht als mögliches Motiv

Die Ehe zwischen Beutel und Riffeser befand sich seit längerem in einer Krise. Beutel hatte das Wochenende bei seiner Familie in Gratsch verbracht und wollte am Montag zurück nach Vorarlberg, wo er arbeitet. Bevor Beutel abfuhr, habe er seine Frau aber noch in der Küche wegen persönlicher Fotos  auf ihrem Tablet zur Rede gestellt – Fotos, die er gesehen hatte, weil das  Tablet mit ihrem Handy verbunden war und er den PIN-Code kannte. Die Bilder sollen nicht für ihn bestimmt gewesen sein und ihn in Rage gebracht haben.

Wie berichtet, wurde Alexandra Riffeser ermordet in ihrer Wohnung am Huber-Hof in Gratsch aufgefunden. Die Schwester des Opfers soll die Schreie ihrer Schwester gehört und den Notruf abgesetzt haben. 

Der Notarzt des Weißen Kreuz Meran konnte trotz aller Bemühungen das Leben der jungen Frau nicht mehr retten. Neben dem Mordopfer soll Johannes Beutel völlig mitgenommen gekauert sein. Er wurde noch unmittelbar nach der Tat in Handschellen und einem blutverschmierten T-Shirt von den Beamten der Staatspolizei unter dringendem Tatverdacht abgeführt.

stol 

stol