Sonntag, 30. September 2018

Mordfall Riffeser: Opfer wehrte sich

Bei der am Samstag am Mordopfer Alexandra Riffeser durchgeführten Obduktion soll es auch Hinweise gegeben haben, dass sie sich gegen die massiven Angriffe ihres Ehemanns zur Wehr setzte.

Am Montag war es zum schrecklichen Familiendrama gekommen: Die Obduktion am Samstag brachte nun neue Details ans Tageslicht.
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Am Montag war es zum schrecklichen Familiendrama gekommen: Die Obduktion am Samstag brachte nun neue Details ans Tageslicht.

Wie die Sonntagszeitung "Zett" und italienische Medien am Sonntag berichten soll sich Alexandra Riffeser gegen ihren Angreifer massiv gewehrt haben. Dies habe die Obduktion ergeben. Riffeser soll ihren Peiniger demnach unter anderem gebissen haben. 

Die Obduktion wurde am Samstagvormittag vorgenommen (siehe eigener Bericht). Dabei stellte sich heraus, dass dem Opfer 43 Messerstiche zugefügt wurden. Die Wunden seien mit dem in der Wohnung gefundenen Butterflymesser kompatibel (STOL hat berichtet)

Der Ehemann des Mordopfers, Johannes Beutel, hat die Tat bereits gestanden.

Ehe in der Krise 

Die Ehe zwischen Beutel und Riffeser befand sich seit längerem in einer Krise. Beutel hatte das Wochenende bei seiner Familie in Gratsch verbracht und wollte am Montag zurück nach Vorarlberg, wo er arbeitet. 

Bevor Beutel abfuhr, habe er seine Frau aber noch in der Küche wegen persönlicher Fotos  auf ihrem Tablet zur Rede gestellt – Fotos, die er gesehen hatte, weil das  Tablet mit ihrem Handy verbunden war und er den PIN-Code kannte. Die Bilder sollen nicht für ihn bestimmt gewesen sein und ihn in Rage gebracht haben.

Alexandra Riffeser war am Montag ermordet in ihrer Wohnung am Huber-Hof in Gratsch aufgefunden worden. 

Neben dem Mordopfer soll Johannes Beutel völlig mitgenommen gekauert sein. Er wurde noch unmittelbar nach der Tat in Handschellen und einem blutverschmierten T-Shirt von den Beamten der Staatspolizei unter dringendem Tatverdacht abgeführt (STOL hat berichtet)

stol

stol