Ihr Vater selbst, der zuvor den Mord an der 15-jährigen Sarah gestanden hatte, brachte sie ins Spiel: Bei einem Ortsaugenschein am Tatort konnte Michele Misseri die Ermittler nicht davon überzeugen, die Tat alleine durchgeführt zu haben. Bis Sabrinas Namen fiel.Seit dem Mordgeständnis von Michele Misseri am 7. Oktober ist dies die zweite große Wende im Fall Sarah Scazzi. Michele Misseri hatte angegeben, Sarah am 26. August in der Garage unter seiner Wohnung mit einem Strick erdrosselt zu haben. Anschließend habe er die Leiche in den Kofferraum seines Autos gelegt und sie in einem Brunnen auf seinem Grundstück versteckt. Sabrina beteuert UnschuldSabrina Misseri wurde am Freitagnachmittag in der Carabinierikaserne in Anwesenheit eines Rechtsanwalts mehr als sechs Stunden lang befragt.Am späten Abend dann die Nachricht: Sabrina wurde ins Gefängnis von Taranto gebracht. Sie wird der Mittäterschaft am Mord an ihrer Cousine beschuldigt. Grund für die Tat soll Eifersucht gewesen sein.Ihr Anwalt Vito Russo spricht von Unschuld: Sabrina weise jegliche Anschuldigung von sich. Er fordert unverzüglich ein Beweissicherungsverfahren. Auch Sabrinas Schwester Valentina glaubt nicht an eine Mittäterschaft: „Sabrina ist unschuldig“ schrieb sie in einem SMS an Journalisten. Die Schlüsselrolle SabrinasSabrina Misseri hatte eine Schlüsselrolle bei den Ermittlungen um das rätselhafte Verschwinden Sarahs gespielt, die sechs Wochen lang gesucht worden war, bevor ihre Leiche gefunden wurde. Sabrina hatte behauptet, ihre Cousine habe mit ihr ausgemacht, zusammen ans Meer zu fahren. Sie war jedoch auf dem Weg zu Sabrinas Wohnung verschwunden. stol