Montag, 23. August 2021

Mordfall Vierschach: Hauptverfahren in die Wege geleitet

Der Bozner Vorverhandlungsrichter Andrea Pappalardo hat ein Hauptverfahren gegen den pakistanischen Pizzabäcker Mustafa Zeeshan wegen vorsätzlichen Mordes in die Wege geleitet.

Zur Bluttat war es am 31. Jänner 2020 in Vierschach gekommen.
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Zur Bluttat war es am 31. Jänner 2020 in Vierschach gekommen. - Foto: © DLife/LO
Dem 38-Jährigen wird vorgeworfen seine junge Frau Fatima, die ein Kind erwartete, in der Nacht vom 29. Auf den 30. Jänner 2020 in ihrer Wohnung in Vierschach (Gemeinde Innichen) ermordet zu haben.

Wie aus der Obduktion hervorging, starb die Frau am Erstickungstod. An ihrem Körper wurden Verletzungen vorgefunden, die auf eine gewaltsame Auseinandersetzung schließen lassen. Die hochschwangere Frau wurde schwer verprügelt.

Die Verteidigung von Mustafa hatte die Einstellung des Verfahren beantragt, weil aus einem psychiatrischen Gutachten hervorgegangen war, dass der Mann an einer starken Schlafstörung litt.

Aufgrund dieser Theorie hätte Mustafa seine Frau umgebracht, ohne es selbst zu merken. Der Richter hat aber beschlossen, ein Hauptverfahren in die Wege zu leiten. Er hat auch die mutmaßliche Verfassungswidrigkeit eines verkürzten Verfahrens nicht gelten lassen, die von der Verteidigung für Vergehen, für welche die lebenslange Haft vorgesehen ist, in den Raum gestellt worden war.

Das Gerichtsverfahren wird am 19. November vor dem Schwurgericht in Bozen beginnen.

ansa/stol

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