Dienstag, 31. Mai 2016

Mordprozess Heuschreck: Quicis Kinder werden angehört

Zum Auftakt des Schwurgerichtsverfahrens gegen Ester Quici hat Staatsanwältin Daniela Pol am Montag Beweismittel, die auf ein Mordmotiv an Alessandro Heuschreck hinweisen sollen, in den Mittelpunkt gerückt.

Die Tatverdächtige Ester Quici
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Die Tatverdächtige Ester Quici

Wie berichtet, wird der 34-jährigen Quici zur Last gelegt, ihren Verlobten Alessandro Heuschreck (50) getötet zu haben. Quici hat immer beteuert, dass Heuschreck sich selbst verletzt hat, und das wollen die Verteidiger Beniamino Migliucci und Enrico Lofoco vor dem Schwurgericht auch beweisen.

Quicis Wohnung war verwanzt

Doch zum Prozessauftakt – Ester Quici war anwesend – wurde gleich klar, dass zumindest Anklägerin Daniela Pol nicht nur auf die Erkenntnisse der Spurensicherung und medizinische Gutachten setzt, um zu beweisen, dass ein Mord vorliege. Sie beantragte, eine Reihe von Abhörungen als Beweismittel zuzulassen, die in der Wohnung der Familie Quici gemacht wurden, wo die Angeklagte mit elektronischen Fesseln unter Hausarrest stand. Wohnzimmer, Küche und Ester Quicis Zimmer waren verwanzt worden, und was dort gesagt wurde, wird im Prozess verwendet.

Weiters hat das Gericht einen Mann als Zeugen zugelassen, von dem Quici oft angerufen wurde – auch am Tag von Heuschrecks Tod. Auch wurde beschlossen, Ester Quicis Kinder anzuhören.

rc/D

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Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol