Am zehnten Verhandlungstag vor dem Landgericht Ravensburg am Dienstag ging es um neue Beweise. Winzige Fasern an der Fußsohle des Ermordeten könnten möglicherweise zu einer entscheidenden Spur im Mordfall werden.Rückblick: Die Leiche des Vahrner Spezialitätenhändlers Peter Hilber wurde am 25. April 2012 zufällig in einem Geröllfeld bei Spiss in Tirol aufgefunden.Hilber soll – so die Vermutung der Ermittler – in einer Holzkiste dorthin gebracht worden sein.Diese soll wiederum Christoph Meyer – er und seine ehemalige Partnerin, die Meranerin Tanja Burger, sind des Mordes an Hilber angeklagt – hergestellt und mit einem Malervlies ausgestattet haben, so der Verdacht.Mögliche Spuren dieses Malervlieses, genauer gesagt einige Fasern davon, sollen Kriminaltechniker an der rechten Fußsohle der Leiche Hilbers wiedergefunden haben. Die Sachverständige Petra Rieck vom Bundeskriminalamt Wien belastete Meyer am Dienstag vor Gericht mit ihrer Aussage. Deshalb bat Meyers Verteidiger die Ravensburger Schwurgerichtskammer um ein Verständigungsgespräch. „Ziel war offenkundig, auszuloten, ob im Falle eines Geständnisses ein Urteil wegen Mordes und der besonderen Schwere der Schuld mit mehr als 20 Jahren Haft fallen gelassen würde“, so die Zeitung „Südkurier“.Der Vorsitzende Richter Jürgen Hutterer lehnte das Gespräch aber ab, zuerst müsse der ganze Sachverhalt festgestellt werden. Der Prozess wird am 3. Mai fortgesetzt.stol