Dienstag, 30. Januar 2018

Mordverdächtiger U-Boot-Bauer verzichtet auf Geschworene

Der wegen Mordes angeklagte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen will keine Geschworenen in seinem Prozess.

Peter Madsen verzichtet im Mordprozess auf Geschworene.
Peter Madsen verzichtet im Mordprozess auf Geschworene. - Foto: © LaPresse

Er habe entschieden, dass so wenig Menschen wie möglich über sein Schicksal entscheiden sollten, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau am Dienstag unter Berufung auf Madsens Anwältin. Damit werde das Urteil allein von einem Richter und zwei Schöffen gefällt.

Ursprünglich war ein Geschworenenprozess mit drei Richtern und sechs Geschworenen geplant, was üblich ist, wenn die Staatsanwaltschaft mehr als vier Jahre Gefängnis fordert. Madsen hatte die Möglichkeit, einen gewöhnlichen Prozess zu verlangen und nutzte das.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der 47-Jährige die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines U-Bootes erst misshandelte und dann ermordete. Sie verlangt lebenslange Haft oder Sicherungsverwahrung.

Madsen selbst bestreitet weiter, die Frau getötet zu haben und spricht stattdessen von einem Unfall. Auch Missbrauch weist er zurück. Der Prozess beginnt am 8. März in Kopenhagen.

apa/dpa

stol