Die Verletzungen, die Ibolekwu dem Opfer, seiner Ex-Schwiegermutter Waltraud Kranebitter Auer (61) an Hals und Kopf zugefügt haben soll, sollen laut Ergebnissen eines medizinischen Gutachtens auf eine Tötungsabsicht hinweisen. Ebenso der Schweregrad der Verletzungen: Das Opfer erlitt Verstümmelungen bzw. bleibende Schäden. <h3> Doppelter Hinweis auf geplante Tat </h3>Darüber hinaus würden laut Staatsanwaltschaft 2 Aspekte auf eine geplante Tat hinweisen: Einerseits die Tatsache, dass der mutmaßliche Täter mit seinem Auto aus Deutschland nach Bozen gereist war und ein Messer mitgenommen hatte. <BR /><BR />Andererseits der Verdacht, dass er das Opfer in den Keller gelockt hätte, indem er den Stromkasten manipulierte. <BR /><BR />Wie berichtet, war die diplomierte Physiotherapeutin am 13. Februar dieses Jahres zwischen 21 und 22 Uhr in den Kellerraum des Mehrfamilienhauses in der Cavourstraße gegangen, nachdem in ihrer Wohnung der Strom ausgefallen war. <h3> Von Videoaufnahmen und Telefon verraten </h3>Im Keller wartete der Täter auf sie und griff sie mit einem Messer an. Die Frau wurde von Nachbarn in einer Blutlache liegend gefunden.<BR /><BR />Die Ermittlungen führten in der Folge zu Benedict Chika Ibolekwu, dem Ex-Partner von Kranebitter Auers Tochter. Dass der aus Nigeria stammende Mann zum Tatzeitpunkt in Südtirol war, sollen Videoaufnahmen seines Autos zeigen und seine Telefondaten belegen. <BR /><BR />Der 35-Jährige und Kranebitter Auers Tochter haben 2 gemeinsame Kinder. Die Ermittler vermuten, dass er seine Ex-Schwiegermutter angegriffen haben könnte, da sich seine Ex-Frau zusammen mit den Kindern wieder bei ihr in Südtirol aufhielt. <h3> Tatmotiv nach wie vor unklar </h3>Der These, wonach er versucht haben könnte, sich auf diese Weise eigenmächtig Recht zu verschaffen, scheint aber die Tatsache zu widersprechen, dass Ibolekwu sowohl in Deutschland als auch in Italien bereits den Rechtsweg gegen Kindesentziehung einschlagen hatte.<BR /><BR /><BR />Mittels europäischem Haftbefehl wurde der 35-Jährige schließlich in Bayern verhaftet. Im April wurde er auf einen Auslieferungsantrag hin ins Gefängnis von Trient überstellt. <BR /><BR />Nach Erhalt des Abschlussberichts zu den Ermittlungen hat sein Verteidiger Dominik Schöpf nun 20 Tage Zeit, die Ergebnisse aus den Devensivermittlungen zu hinterlegen.