Dienstag, 05. März 2019

Mordversuch in Bozen: Täter hat Erinnerungslücken

C. A. aus Albanien, dem vorgeworfen wird, am Freitag auf offener Straße und vor den Augen der gemeinsamen Tochter auf seine Frau (29) eingestochen zu haben, bleibt im Gefängnis. Beim Haftprüfungstermin am Montag machte der 41-Jährige vom Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern.

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Laut seinem Verteidiger Nicola Nettis vor allem deshalb, weil sich sein Mandant immer noch nicht an den genauen Hergang der Ereignisse erinnern könne.

Dazu befragt, habe er von „Dunkelheit“ geredet, die sich über sein Erinnerungsvermögen gelegt habe. Sobald der 41-Jährige wieder klar denken könne, werde man ein Verhör vor dem Staatsanwalt beantragen, sagt Nettis.

C. A. hatte sich bereits vor dem blutigen Zwischenfall in der Bozner Claudia-Augusta-Straße an den Rechtsanwalt gewandt. Er sollte ihn im Trennungsverfahren vertreten, das seine Frau eingeleitet hatte – ein Verfahren, bei dem der 41-Jährige gehofft habe, eine einvernehmliche Lösung bezüglich der Kinder zu finden.

Seine Frau soll infolge mehrerer Episoden häuslicher Gewalt mit den 3 Töchtern (6 Monate, 4 und 6 Jahre) in einer geschützten Einrichtung Zuflucht gefunden haben. Sie hatte auch Anzeige erstattet.

D/rc

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol