Donnerstag, 16. Juli 2015

Mordversuch in Bozen: Täter und Opfer in Haft

Dumm gelaufen für alle Beteiligten: Es ging um Gelder aus dem Drogenhandel. Als der Streit eskalierte stach ein 22-Jähriger auf einen 30-Jährigen ein. Dieser musste notoperiert werden - und ging der Polizei durch die Tat ins Netz. Er kam ebenso ins Gefängnis, wie seine Angreifer.

Die Quästur konnte den Fall schnell aufklären.
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Die Quästur konnte den Fall schnell aufklären. - Foto: © STOL

Mordversuch unter erschwerten Umständen: So lautet die Anklage gegen zwei Tunesier, die am Mittwoch Nachmittag von den Bozner Ordnungshütern verhaftet wurden. 

Mehrere Messerstiche - Notoperation

Die Vorgeschichte: Am 6. Juli sollen sie bei einem Streit nahe der Eurac in Bozen den 30-jährigen Ch.F. lebensgefährlich verletzt haben. Der Streit habe sich um Gelder aus dem Drogenhandel gedreht, hieß es in der Quästur bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

 

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Der 30-jährige Chakib Frigui wurde lebensgefährlich verletzt.

Als die Sache eskalierte, soll Nidhal Elamani (22) auf den 30-Jährigen eingestochen haben. Mit schwersten Verletzungen, unter anderem durch einen Stich in den Brustkorb, versuchte sich der Mann über die Drususbrücke zu schleifen. Er wurde ins Bozner Krankenhaus gebracht und dort notoperiert.

Opfer wird von Polizei gesucht

Um die Identität des Verletzten zu bestimmen, nahm die Polizei daraufhin dessen Fingerabdrücke. Dabei stellte sich heraus, dass der ebenfalls aus Tunesien stammende Chakib Frigui wegen mehrerer Diebstähle in Trient gesucht wird. 

Um auch noch dessen Angreifer zu finden, stimmte Frigui einer Zusammenarbeit mit den Behörden zu. Er sprach von Tattoos, die er an den beiden erkannt habe. 

Tattoos wiedererkannt

Die Polizei legte dem Mann daraufhin Fotos von vier möglichen Tätern vor. Damit konnten die beiden Angreifer bestimmt werden. Am Mittwoch schließlich klickten für Nidhal Elamani (22) und seinen Begleiter Ahmed Mohamed Ben Mokded (24) die Handschellen. Sie wurden ins Bozner Gefängnis gebracht.

 

Die beiden Angreifer waren der Polizei bereits bekannt. Sie wurden verhaftet. 

Elamani saß bereits wegen Drogenvergehen in Padua ein.

Und auch das Opfer des Mordversuchs ging der Polizei durch die Tat ins Netz. Chakib Frigui wurde mittlerweile ins Krankenzimmer des Gefängnisses verlegt.

stol/em/ker

stol