Der Leitende Staatsanwalt Axel Bisignano, der die Anklage vertrat, hatte für den Mann eine 8-jährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung – die Rechtsanwalte Nicola Nettis und Silvia Negri – hatten hingegen beantragt, den vorgehaltenen Straftatbestand abzuschwächen – von Mordversuch in Körperverletzung. <h3> Es bleibt bei Mordversuch</h3>Ihnen zufolge habe keine Tötungsabsicht bestanden. Diesem Argument hat der Richter nicht Rechnung getragen – es blieb deshalb bei Mordversuch. Allerdings wurden dem Angeklagten die allgemein mildernden Umstände zuerkannt und als gewichtiger als die erschwerenden eingestuft. <h3> Ansuchen um alternativen Strafvollzug möglich</h3>Eine automatische Reduzierung des Strafmaßes um ein Drittel stand ihm aufgrund des verkürzten Verfahrens zu. Gestern Nachmittag erging das Urteil auf 4 Jahre Haft – was für den 44-Jährigen bedeutet, dass er um alternativen Strafvollzug wie Überlassung zur Betreuung auf Probe durch die Sozialdienste ansuchen kann. <h3> Urteil noch nicht rechtskräftig</h3>Sollte ihm dies gewährt werden, muss er nicht ins Gefängnis. Das Urteil ist vorerst nicht rechtskräftig, die Begründung wird in 90 Tagen vorliegen. Dann kann der 44-Jährige, der auf freiem Fuß, aber mit einem Aufenthaltsverbot in Brixen und Vahrn belegt ist, Berufung einlegen; er könnte aber auch darauf verzichten, was ihm im Sinne der Cartabia-Reform einen weiteren Strafnachlass von einem Sechstel einbringen würde. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vahrn-50-jaehriger-will-ex-freundin-toeten-sohn-verhindert-mord" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet,</a> hatte der Mann seine Ex-Partnerin zu Hause aufgesucht. Noch an der Wohnungstür soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Plötzlich soll der 44-Jährige seine Ex ins Gesicht geschlagen, sie am Hals gepackt, zu Fall gebracht und mit dem Kopf auf den Boden geschlagen haben. <BR /><BR />Glücklicherweise kam der Sohn der beiden in dem Moment nach Hause. Es gelang ihm, dazwischen zu gehen, den 44-Jährigen wegzuzerren und einen Notruf abzusetzen. Die Frau wurde mit Verletzungen im Gesicht, am Kopf und Würgemale am Hals ins Brixner Spital eingeliefert, der Angreifer wurde vorübergehend festgenommen.