Sonntag, 31. Mai 2020

Die Bombenentschärfung in Gmund ist im Gange

Die in Gmund in der Gemeinde Pfatten gefundene Fliegerbombe wird gerade entschärft. Die Entfernung des Zündmechanismus startete um 9.39 Uhr. Zuvor mussten 1200 Menschen aus der gefährdeten roten Zone evakuiert werden.

Die rund 900Kilogramm schwere Fliegerbombe wird heute entschärft.
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Die rund 900Kilogramm schwere Fliegerbombe wird heute entschärft.
Die Bombenentschärfung in Gmund ist aktuell im Gange. Um 9.34 Uhr ertönte der Zivilschutzalarm und um 9.39 Uhr wurde mit der Entfernung des Zündmechanismus begonnen. Die Entschärfung der Bombe soll bis 10.15 andauern.

Die Fliegerbombe wurde Mitte März bei Grabungsarbeiten für einen Wassertank in der Örtlichkeit Gmund in Pfatten gefunden und liegt in einer Grube, die über eine Pumpe trocken gehalten wird. Die Bombe, die 996 Kilogramm wiegt, gehört zu den größten Bomben, die je in Südtirol gefunden wurden.

Während der aufwendigen Arbeit zur Entfernung des Zünders mussten im Umkreis von 1150 Metern vom Fundort alle Menschen und Tiere evakuiert werden. Die Räumung der roten Zone begann um 8 Uhr und musste bis spätestens 9 Uhr abgeschlossen sein. Die Sicherheitskräfte überprüften bis 9.15 Uhr, dass sich niemand in der Sperrzone aufhält.


1200 Menschen mussten die rote Zone verlassen. Betroffen sind 1200 Bürger der Gemeinde Auer; außerdem werden auch Einwohner aus Pfatten und Kaltern evakuiert. Eine besondere Herausforderung bot die Unterbringung der evakuierten Bevölkerung im Oberschulzentrum von Auer wegen des Verbots von Menschenansammlungen in der Coronakrise. Es gelten dieselben Regeln wie beim Betreten öffentlicher Gebäuden, also Fiebermessen, das Tragen von Schutzmasken, Einhalten des Abstands und die Desinfektion. Die Landesagentur für Bevölkerungsschutz unterstützt die Gemeinde Auer dabei.



Die Brennerautobahn, die Eisenbahn und 2 Landesstraßen werden am heutigen Sonntag von 9 bis 10.30 Uhr – bei Bedarf auch länger – gesperrt.

Die von Norden kommenden Fahrzeuge müssen die Autobahn bei der Ausfahrt Bozen-Süd verlassen, jene von Süden kommenden bei der Ausfahrt Neumarkt. Die Raststätten Laimburg Ost und Laimburg West werden bereits von Samstag um 22 Uhr bis Sonntag um 10.30 Uhr geschlossen. Die Brennerstraße befindet sich nicht in der roten Zone. Zudem gibt es Unterbrechungen im Bus- und Bahnverkehr. Im Umkreis von 250 Metern von der Bomben-Fundstelle wird der Strom 2 Stunden abgeschaltet.

Nachstehend der genaue Zeitplan, den das Regierungskommissariat festgelegt hat:

Die Entfernung des Zünders begann am heutigen Sonntag, 31. Mai, um 9.30 Uhr und sollte bis 10.15 Uhr dauern. Die Bombe wird daraufhin in Salurn, auf dem Gelände der Kaserne „Paolo Caccia Dominioni“ entleert.


8 Uhr: Einsetzung der koordinierten Leitstelle am Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Auer

Von 8 bis 9 Uhr: Räumung im Sperrbereich im Umkreis von 1150 Metern um den Fundort.

Die Bürgermeister von Pfatten, Auer und Kaltern veranlassten einvernehmlich alle notwendigen Maßnahmen, um die vorübergehend evakuierten Personen in Einrichtungen unterzubringen, die speziell für die Unterbringung von Personen gemäß den aufgrund des bestehenden COVID-19-Notfalls geltenden Vorschriften ausgestattet sind.

Um 9.30 Uhr begannen die Entschärfungsarbeiten, die voraussichtlich – wenn nichts dazwischen kommt - um 10.30 Uhr enden.

Autobahn A22: der Verkehr auf der Brennerautobahn wird während der Entschärfung zwischen 9 Uhr und 10.30 Uhr zwischen den Mautstellen Bozen Süd und Auer/Neumarkt in beiden Fahrtrichtungen unterbrochen.

Infos erteilen die Brennerautobahn und die Abteilung Mobilität der Autonomen Provinz Bozen.

Die Brennerstaatsstraße (SS12 dell’Abetone e del Brennero) ist frei befahrbar, da sie außerhalb des Sicherheitsradius liegt.

Zugverkehr: der Zugverkehr wird während der Entschärfung von 9 Uhr bis 11 Uhr in beiden Fahrtrichtungen eingestellt. Zudem werden Gemeindestraßen und Wanderwege sowie der Radweg im Sperrbereich, von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr, geschlossen.

Öffentlicher Personennahverkehr: Es sind Streckenänderungen vorgesehen.

Die Feuerwehr und das Italienische Rote Kreuz werden mit ihren Einsatzfahrzeugen am Rande der Räumungszone vor Ort sein.


stol/d/lpa