Wie berichtet, hat die Bozner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet. Auch beauftragte die Staatsanwaltschaft einen Rechtsmediziner, im Rahmen einer Autopsie die Todesursache des Buben abzuklären. Über das Ergebnis war vorerst nichts bekannt. <BR /><BR />Ins Ermittlungsregister wurden vier Namen eingetragen, darunter jener des Bademeister im Hallenbad „Curunes“, Alessandro Santoro. Dieser meldete sich bei der Tageszeitung „Alto Adige“, schilderte das tragische Unglück aus seiner Sicht und erklärte, in gutem Glauben gehandelt zu haben. <BR /><BR />Darauf reagierte gestern Rechtsanwalt Federico Fava, der die Mutter und die Tante des kleinen Moritz vertritt. „Angesichts einer solchen Tragödie sind weder Kommentare noch Interviews oder Stellungnahmen in den Medien erforderlich“, unterstreicht Fava. <BR /><BR />An die Medien gerichtet, betont er, dass diese alle Nachrichten von öffentlichem Interesse unter Wahrung der Wahrheit und der Mäßigung in der Form wiedergeben müssten. <BR /><BR />„Aus rechtlicher Sicht obliegt der Justiz die schwierige Aufgabe, Verantwortlichkeiten und etwaige Schuldprofile zu klären – eine Justiz, in die das größte Vertrauen gesetzt werden muss und mit der man gegebenenfalls zusammenarbeiten muss. Aus menschlicher Sicht hingegen sollte man lediglich schweigend den unendlichen Schmerz der Familie respektieren“, appellierte Fava.