Montag, 23. September 2019

Moskauer missbrauchte gefangenen Buben: 20 Jahre Straflager

Ein Mann aus Moskau, der jahrelang einen Buben missbraucht und in seiner Gewalt hatte, ist zu 20 Jahren Straflager verurteilt worden. Der Moskauer habe 2007 das damals 9 Jahre alte Opfer unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt und den Buben dann in einem Zimmer eingesperrt, meldete die Agentur Ria Nowosti am Montag in der russischen Hauptstadt.

Der Täter wurde zu 20 Jahren Straflager verurteilt.
Der Täter wurde zu 20 Jahren Straflager verurteilt. - Foto: © shutterstock

Er habe den hilflosen Zustand des Kindes ausgenutzt und sich immer wieder gewaltsam an ihm vergangen, urteilte demnach ein Moskauer Gericht. Erst 10 Jahre später sei die Polizei auf den jungen Mann aufmerksam geworden. Sein Verhalten und sein ungepflegtes Aussehen seien den Polizisten merkwürdig vorgekommen, erzählten diese im Prozess.

Junge hatte namen der Eltern vergessen

Daraufhin hätten sie die Dokumente des Opfers näher untersucht und in einer Datenbank einen Treffer erzielt: Der Bub sei jahrelang im ganzen Land gesucht worden. Er habe sich bei der Befreiung nicht mehr an die Namen seiner Eltern erinnern können.

Der Täter habe dann sofort seine Schuld eingestanden. Psychologen hatten im Laufe des Verfahrens festgestellt, dass der Mann zurechnungsfähig sei. Er habe auch schon zuvor wegen „unsittlicher Handlungen an Minderjährigen” vor Gericht gestanden.

Details zu dem Fall sind kaum bekannt. Nach russischen Medienberichten durfte das Opfer manchmal am Abend das Haus verlassen, kehrte jedoch wieder zurück. In der Nachbarwohnung soll die Mutter des Täters gewohnt haben. Sie habe jedoch keinen engen Kontakt zu ihrem Sohn gepflegt, hieß es.

apa/dpa

stol