<BR />2008 wurde das Fahrsicherheitszentrum Safety Park in Pfatten eröffnet und zugleich auch die zur Anlage gehörende Motocross-Piste. Seitdem können Motocrosser mit Vollgas ihrem Hobby frönen. Sehr zum Leidwesen der Anrainer. Diese waren bereits vom ersten Tag an alles andere als begeistert von den knatternden Motoren. Vor allem an den Wochenenden war an Erholung und Ruhe nicht zu denken. <BR /><BR /> Derzeit sieht es aber danach aus, als könnte sich das Blatt wenden. Denn: Mit 31. Dezember läuft die Konzession für die Motocross-Piste aus. Dann wäre wohl Schluss. Der Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren und es gibt die Option, ihn für drei Jahre ohne neue Ausschreibung zu verlängern. Wie der aktuelle Betreiber Albert Kusstatscher zu berichten weiß, hat ihm die Südtiroler Transportstrukturen AG STA mitgeteilt, dass die Konzession lediglich für ein Jahr verlängert wurde. „Jene für die benachbarte Gokart-Bahn hingegen für weitere drei Jahre“, sagt er. <BR /><BR /> Für ihn stellt sich daher die Frage: Was ist der Grund? Die Lärmbelästigung könne es nicht sein. „Beide Bahnen sind gleich laut“, sagt Kusstatscher. Die Motocrosser würden auf Sand fahren, was die Lautstärke dämpfe, die Go-Kart-Bahn hingegen sei asphaltiert. „Außerdem fahren dort auch Motorräder, diese sind dann teilweise sogar lauter als Cross-Motorräder“, erklärt er.<h3> Dejaco: „Für Go-Kart-Bahn kommen kaum Beschwerden, wegen Motocross-Piste sehr viele“</h3>STA-Generaldirektor Joachim Dejaco kann dem nicht zustimmen. „In Bezug auf die Lautstärke sind die Bahnen nicht vergleichbar. Wegen der Go-Kart-Bahn kommen wenige bis gar keine Beschwerden, wegen der Motocross-Piste hingegen sehr viele“, sagt er. Ihm sei bewusst, dass viele Jugendliche und Erwachsene auf der Anlage ihre Freizeit verbringen würden. „Dies ist für die Anrainer aber ein großes Ärgernis“, meint er. Noch sei das letzte Wort aber nicht gesprochen: „Wir machen uns Gedanken über mögliche Lösungen, damit alle zufrieden sind“, erklärt Dejaco. Innerhalb der kommenden Wochen soll eine Lösung auf dem Tisch liegen. <BR /><BR />Der Bürgermeister von Pfatten, Elmar Oberhofer, würde einer Schließung der Cross-Piste sofort zustimmen. „Wir setzen uns seit der Eröffnung der Anlage für ihre Schließung ein. Wenn es nach uns ginge, wäre schon lange Ruhe.“ <BR /><BR /> Betreiber Kusstatscher sieht die Sache verständlicherweise differenzierter. „Bei mir sind 6.000 Fahrer gemeldet, 3.000 von ihnen kommen aus Südtirol. Aktuell nutzen an den Wochenenden rund 150 Personen die Motocross-Piste. Dabei geht es nicht nur darum, durch die Gegend zu düsen, sondern sich auch zu treffen und auszutauschen“, weiß Kusstatscher. Schließt die Piste ihre Tore, dann stünden die Motocrosser sozusagen auf der Straße. Ein alternativer Standort fehlt und dahin gehend ist auch nichts geplant. „Die nächste Piste ist in Arco. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle dorthin fahren. Viele werden auf Forst- und Waldwege ausweichen. Das würde für neue Probleme sorgen, denn das ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten“, meint Kusstatscher.